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Auch über die Endgeräte, auf denen die mobile Applikation laufen soll, muss man sich Klarheit verschaffen. Sind vielleicht Microsoft- oder Java-Clients anzubinden, Android-Smartphones oder Blackberries? Natürlich gilt es auch dabei wieder, bei der Gestaltung der grafischen Benutzeroberfläche die Rolle der Anwender zu bedenken. Getreu dem Motto: einfacher ist besser. Die Erfahrung lehrt, dass man besonders im mobilen Bereich gut beraten ist, die sinkende Qualifikation der Mitarbeiter zu bedenken.
Mobile Datenerfassung muss sicher sein
Drittens sollte die Lösung zwar mobil, aber trotzdem sicher sein. Denn solch ein Rollenkonzept ist auch unmittelbar sicherheitsrelevant, gewährt die Applikation auf Managementebene doch vielleicht Zugriff auf sehr wichtige Unternehmensdaten.
Ein Manager, der durch die mobile Applikation befähigt werden soll, auch unterwegs am Flughafen oder am Bahnhof Freigabeprozesse zu steuern oder Probleme zu beheben, kann und sollte dies nur tun, wenn die Sicherheit der Datenübertragung gewährleistet ist. Zudem sind es in solchen Fällen oft unterschiedlichste Medien, die ihren Weg Richtung Smartphone nehmen.
Mobiler Zugang von außen via VPN-Verbindung
Zwei Voraussetzungen sollten dafür unbedingt erfüllt sein: Zum einen ist eine gezielt aufgebaute Virtual-Private-Network-(VPN-)Verbindung nötig, zum anderen muss sichergestellt sein, dass der Datenzugriff über das Gerät bei Verlust sofort gesperrt wird. Im W-Lan des Unternehmens reicht meist eine gewöhnliche Verschlüsselung, aber bei Zugriff über das öffentliche GSM-Netz ist ein VPN-Tunnel unerlässlich.
Es kann sogar sinnvoll sein, auch den Manager in seinen Möglichkeiten zu beschränken. In SAP beispielsweise hat ein Logistikmitarbeiter alle Berechtigungen, auch wenn er nur am Wareneingang arbeitet. Dem Wareneingangs-Mitarbeiter durch die mobile Applikation auch einen Überblick beispielsweise über die Pick-Prozesse zu geben, ist in der mobilen Applikation einfach nicht nötig. Ähnliche Rechtebeschränkungen lassen sich in der Applikation bei Bedarf auch für den Manager realisieren, der per Smartphone und GSM-Netz zugreift.
Plattform zur mobilen Datenerfassung flexibel halten
Viertens sollte die Plattform flexibel sein. Denn wer eine Lösung zur mobilen Datenerfassung einführt, muss sich gegebenenfalls nicht nur über verschiedene Nutzerrollen, sondern auch über verschiedene Unternehmensstandorte Gedanken machen.
Dies gilt erst recht für global operierende Unternehmen. Ein Automobilzulieferer, der in Deutschland zum Beispiel seinen Kommissionierprozess sehr stark automatisiert hat, wäre vielleicht schlecht beraten, dieselbe Mobilfunklösung auch in einem anderen Land mit viel niedrigeren Lohnkosten einzuführen. Dort bietet es sich gegebenenfalls eher an, einfach mehr Manpower einzusetzen, als den Automatisierungsgrad zu erhöhen.
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