Mobile Datenerfassung

Regeln für die richtige Wahl des Systems

26.08.2011 | Autor / Redakteur: Horst-Günter Remanny / Claudia Otto

Eine saubere Analyse der Nutzer und ihrer Rollen, der Nutzungsszenarien und der Interaktionskonzepte steht vor der Auswahl des Endgeräts. Bild: Delater/Pixelio.de
Eine saubere Analyse der Nutzer und ihrer Rollen, der Nutzungsszenarien und der Interaktionskonzepte steht vor der Auswahl des Endgeräts. Bild: Delater/Pixelio.de

Viele Prozesse lassen sich weit effizienter bewältigen, wenn die Mitarbeiter bei ihrer mobilen Tätigkeit vor Ort von Softwaresystemen und Datenbanken unterstützt werden, auf die sie mobil zugreifen können. Unternehmen, die ein System für die mobile Datenerfassung einführen möchten, sind gut beraten, einige zentrale Punkte zu beachten.

In vielen Unternehmen sind mobile Prozesse ohne mobile Datenerfassung (MDE) heute völlig undenkbar. Ob es um Materialwirtschaft, Lagerverwaltung und Logistik geht, um Vertriebs- und Versandvorgänge oder um Instandhaltung und Service – der Gedanke des „Always-on“ hat längst in den Unternehmen Einzug gehalten. Um die Wahl der richtigen MDE-Lösungen zu erleichtern, werden im Folgenden sechs grundlegende Prinzipien skizziert.

Mobile Datenerfassung muss einfach sein

Erstens sollte die MDE-Lösung einfach wie das I-Phone sein. Wenn auch die sogenannten MDE-Geräte zur mobilen Datenerfassung nicht notwendigerweise alle so stylish sind wie ein I-Phone – oder wie seine zahlreichen Smartphone-Nachfolger –, so ist der I-Phone-Effekt dennoch ein wichtiger Faktor. Das heißt: eine einfache Bedienbarkeit ist Pflicht.

Eine klar gestaltete, unkomplizierte Nutzeroberfläche erleichtert den Anwendern nicht nur den Einsatz, sie verkürzt auch die Schulungs- und Einarbeitungszeit. Besonders empfehlenswert sind Touchscreens, auf denen der Nutzer mit Symbolen durch die Anwendung geführt wird. Statt überfrachteter Menus sollte die Oberfläche aus der Praxis entstanden sein.

Sinnvoll ist es auch, mehrere Prozessschritte in einer Maske zusammenzufassen, sodass der Nutzer nicht zwischen verschiedenen Masken hin- und herspringen muss. Es ist nicht wichtig, dass der Anwender den Prozess hinter der mobilen Applikation versteht, es ist aber entscheidend, dass er die Applikation bedienen kann.

Anwenderrollen sollten für die mobile Datenerfassung sauber analysiert werden

Zweitens sollte das MDE-System kompatibel mit allen „Rollen“ sein. Die Anforderungen und die konkreten Einsatzszenarien von Applikationen für den mobilen Datenzugriff und die mobile Datenerfassung sind mitunter vielgestaltig. Während der typische Lagermitarbeiter die ganze Zeit ein MDE-Gerät einsetzt, möchte der Führungsmitarbeiter aus dem Management die Applikation vielleicht gelegentlich auf seinem I-Phone nutzen können – für aktuelle Statusübersichten oder Reports.

Was die Applikation können muss und auf welchem Gerät sie zu funktionieren hat, ist von den Rollen der Anwender abhängig. Zu Beginn eines MDE-Projekts ist darum eine saubere Analyse der Nutzer und ihrer Rollen, der Nutzungsszenarien und der Interaktionskonzepte durchzuführen.

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