Depalettieren
Variables Kisten-Picking im Sekundentakt

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 5 min Lesedauer

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Weniger als zehn Sekunden Zykluszeit pro Kleinladungsträger (KLT) benötigen die robotergeführten Depalettieranlagen von Polyplan beim Abstapeln dieser genormten Mehrwegbehälter von einer Palette. Dabei beherrschen die schlüsselfertig integrierbaren Anlagen neben einer hohen KLT-Typenvielfalt auf einer Palette auch vielfältige Herausforderungen.

Das 3D-Messsystem ermittelt die jeweilige Kistengröße – der Multifunktionsgreifer passt sich dem betreffenden KLT an.(Bild:  Polyplan)
Das 3D-Messsystem ermittelt die jeweilige Kistengröße – der Multifunktionsgreifer passt sich dem betreffenden KLT an.
(Bild: Polyplan)

Weltweit hat der zur Pepperl+Fuchs-Gruppe gehörende Anlagenbauer Polyplan aus Straßlach bei München etwa 20 solcher Anlagen realisiert – noch überwiegend in der Automobilindustrie. Nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels erwacht das Interesse an automatisierten KLT-Depalettieranlagen des Unternehmens aber zunehmend auch in der Intralogistik von Industrieunternehmen oder von Distributions- und Verteilzentren. Auch hier sollen mehrlagig mit KLT beladene Paletten im Wareneingang oder in der Warenverteilung künftig nicht mehr manuell, sondern robotergeführt entladen werden. Die Depalettieranlagen von Polyplan können hierfür hinsichtlich Robotik, Greiftechnik, Sensorik, Steuerungstechnik, Programmierung, fördertechnischer Anbindung sowie OT- und IT-Integration gemäß Kundenvorgabe sehr individuell ausgelegt werden. Einige Funktionen, wie beispielsweise die Unterscheidung unterschiedlicher KLT-Typen, erfolgt mit Unterstützung durch Machine Learning – ein Merkmal, das helfen wird, auch neue Herausforderungen an das automatische Depalettieren prozess- und zukunftssicher zu meistern.

Automatisiertes Depalettieren bei maximalen Freiheitsgraden

Die Flexibilität und Effizienz von Anlagen für das automatisierte Entstapeln von Paletten hängt in der Praxis erheblich davon ab, in welchem Umfang die Vielzahl möglicher Freiheitsgrade prozesstechnisch berücksichtigt und beherrscht werden kann. Der Praxisalltag hält dabei vielfältige Herausforderungen bereit: