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Eine weitere Neuentwicklung im Rahmen des TNT Express-Projektes war auch eine Ladewand für die Handhelds in den Depots. In die sogenannte „PDS-Powerstation“ stellen die Fahrer nach Arbeitsende einfach ihre Geräte ein, wo sie über Nacht geladen werden und – dank der offenen Gestaltung – per WLAN mit aktuellen Lieferdaten synchronisiert werden. Darüber hinaus wird die Power Station für Schulungszwecke im Depot verwendet, wo über Nacht viele Geräte gleichzeitig geladen werden müssen, damit sie am Folgetag für Schulungszwecke bereit stehen.
Großer Rollout für Hermes Logistik
Der typische Zeitraum für den Rollout bei KEP-Diensten sind die drei Sommermonate vor dem weihnachtlichen Starkverkehr, der für diese Logistiker bereits im Oktober beginnt. „Das gilt auch für Projekte, bei denen deutlich größere Stückzahlen ausgerollt werden müssen“, sagt Michael Zitzmann. Für den Stammkunden Hermes Logistik haben die Kölner erst im vergangenen Jahr alle 18.200 Hermes-Fahrer in Deutschland mit einem GPRS-basierten Motorola Barcode-Scanner und einer neuen Software ausgestattet. „Bei Rollouts dieser Größenordnung mobilisieren wir alle verfügbaren Arbeitskräfte“, schmunzelt Michael Zitzmann. „Da springen neben studentischen Hilfskräften auch schon mal Familienmitglieder unserer Mitarbeiter mit ein.“
Hermes Logistik hatte sich 2011 bereits zum dritten Mal in Folge für eine Ausstattung ihrer Tourfahrzeuge durch die PDS GmbH entschieden. Vor dreizehn Jahren statteten die Kölner die Hermes-Fahrer erstmals mit Handhelds für einen optimierten Tourablauf aus. 2006 fand dann unter Federführung der PDS GmbH ein kompletter Technologie-Wechsel statt, der unter anderem die elektronische Anbindung der Paketshops ermöglichte. Und auch beim letzten Projekt überzeugte die PDS GmbH in der europaweiten Ausschreibung nicht nur mit einem mobilen Computer nach dem neuesten Stand der Technik, sondern vor allem mit einer durchdachten, selbst entwickelten Software.
„Green IT“ optimiert Logistikabläufe
Mit Hilfe eines Barcode-Scanners des Typs Motorola MC9500 und der neuen Software von PDS können die Hermes-Fahrer auf ihrer Tour zu jeder Zeit den Status von Route und Ware melden. Die GPRS-basierten Geräte verfügen über echte Mobilfunktion und funken nahezu in Echtzeit alle relevanten Daten an die Hermes-Zentrale.
Der Kunde kann sich so innerhalb von Minuten per „Track and Trace“ im Internet über den Verbleib seines Pakets informieren. Empfänger, die sich ihre Waren an einen Hermes-Shop liefern lassen, werden automatisch per SMS informiert, dass ihre Sendung abholbereit ist. Der Fahrer wiederum kann mit dem neuen System zeitnah die Auslieferung von Paketen, deren Rückführung ins Depot oder auch eine Zwischenlagerung über Nacht im Lieferfahrzeug dokumentieren.
Kernstück des neuen Systems der PDS Entwicklungs- und Service GmbH bei Hermes Logistik ist der „PDS Comserver“, eine skalierbare Software, die pro Instanz bis zu 1.000 Clients gleichzeitig verwalten kann. Sie tauscht Daten mit den Handhelds der Fahrer aus und gleicht diese mit dem Backend-System der Hermes Logistik ab.
Die Software und Bedieneroberfläche auf den Barcode-Scannern ist exakt auf die täglichen Abläufe der Depots, Shops, Fahrer und Kunden abgestimmt. So lassen sich der Transport und die Auslieferung der Waren nachweislich beschleunigen und optimieren. Das führt zu weniger gefahrenen Kilometern und damit weniger CO2-Ausstoß – auf diesen Effekt der „Green IT“ von PDS GmbH legte Hermes Logistik besonders großen Wert.
„Die Hermes Logistik Gruppe liefert im Jahr knapp 300 Millionen Pakete aus – Tendenz steigend“, sagte Klaus Zipplies, Leiter des Zentraleinkaufs der Hermes Logistik Gruppe. „Mit den neuen Motorola-Handhelds und der Softwarelösung konnten wir unsere Lieferprozesse weiter optimieren und entlasten gleichzeitig die Umwelt.“
Die erfolgreiche Abwicklung dieses Hardware- und Software-Updates bescherte den Kölnern direkt einen Folgeauftrag aus Hamburg. Anfang dieses Jahres orderte Hermes Logistik gleich noch 14.000 Etikettendrucker mit Hermes-Branding für seine deutschen Paketshops. In Summe hat PDS im Rahmen dieser Aufträge rund 32.000 Geräte konfiguriert und ausgeliefert.
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