Alternative Antriebe Routenplaner für Elektro-, Wasserstoff- und Erdgas-Lkw erfolgreich getestet

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Das Forschungsprojekt „DRivE“, das sich mit der Routenplanung für Elektro-, H2- und LNG-Lastkraftwagen beschäftigt, hat seine Testphase jetzt erfolgreich abgeschlossen. Die eigens entwickelte Software soll künftig eine verlässliche Tourenplanung im Transportwesen ermöglichen.

Eine Projektpartnerin zeigt das während der zweimonatigen Testphase von „DRivE“ eingesetzte Equipment.(Bild:  PEM RWTH)
Eine Projektpartnerin zeigt das während der zweimonatigen Testphase von „DRivE“ eingesetzte Equipment.
(Bild: PEM RWTH)

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen hat mit zahlreichen Partnern die Pilotphase des vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderten Forschungsprojekts „DRivE“ erfolgreich beendet. In einem zweimonatigen Feldversuch hatten zwei Hochschuleinrichtungen und fünf Akteure aus der Wirtschaft eine eigens entwickelte Software erprobt, die an Bord von Lkw mit alternativen Antrieben hinsichtlich aktueller Reichweiten und verfügbarer Ladepunkte künftig eine verlässliche Tourenplanung im Transportwesen ermöglichen soll.

Digitale Lösungen, die für Effizienz und Planungssicherheit sorgen, können die Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich entscheidend voranbringen.

Prof. Achim Kampker, Leiter PEM

Auch die Erhöhung der Akzeptanz alternativer Antriebskonzepte bei Logistikbetrieben und Speditionen schreibt der PEM-Leiter solchen digitalen Lösungen zu. Bislang habe die intransparente Verfügbarkeit von Lade- und Tankmöglichkeiten in der Transportbranche zu Sorgen vor Umwegen und langen Wartezeiten geführt, so Prof. Kampker.

Prüfung bestanden: Die Partner des Forschungsprojekts „DRivE“ vor dem Elektro-Lkw und dem LNG-Truck, mit denen die entwickelte Routing-Software für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antriebsarten im Realbetrieb getestet wurde.(Bild:  PEM RWTH)
Prüfung bestanden: Die Partner des Forschungsprojekts „DRivE“ vor dem Elektro-Lkw und dem LNG-Truck, mit denen die entwickelte Routing-Software für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antriebsarten im Realbetrieb getestet wurde.
(Bild: PEM RWTH)

„DRivE“, das für „Datenbasierte Routenplanung im Straßengüterverkehr mit verschiedenen Energieversorgungstechnologien“ steht, habe gezeigt, dass die Einplanung der Tank- und Ladepunkte in der Disposition mithilfe digitalisierter Vernetzung das Vertrauen in alternativ angetriebene Lkw erhöhe. Während der achtwöchigen Testphase unter realen Bedingungen sei schrittweise der Algorithmus optimiert worden, der Nutzfahrzeuge mit Batterie-, Wasserstoff- oder Flüssigerdgas-(LNG-)Antrieb künftig eine sichere Routenplanung garantieren soll.

Parkplätze digital reservieren

Nach der erfolgreichen Demonstration der Funktionalität des Tourenplanungssystems, das vom Aachener Start-up-Unternehmen und Projekt-Initiator Mansio entwickelt wurde, gehe es nun um Standardisierungsprozesse bei der sogenannten Flotten-Management-Schnittstelle. Mit dem Projektpartner „Park Your Truck“ aus Dessau-Roßlau sei außerdem geplant, eine Option zur digitalen Reservierung von Ladeplätzen in der Software zu implementieren, wie es heißt. (bm)

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