Jobverluste

SAP-Strategie für KI-Geschäft bedroht 8.000 Jobs

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Es kommt darauf an, wie man Wachstumsraten berechnet ...

SAP berechne das bereinigte operative Ergebnis allerdings nun anders! Man beziehe Kosten für die aktienbasierte Vergütung von Mitarbeitern mit ein, was das Ergebnis optisch niedriger erscheinen ließe. Die Analystenschätzungen richteten sich noch nach der alten Methode ohne den Kostenblock. Dieser machte immerhin 2,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr aus und wird auch künftig auf einen ähnlich hohen Betrag geschätzt. Nach alter Berechnung wären die geplanten Wachstumsraten mit den entsprechend höheren Werten für das operative Ergebnis wegen des Basiseffekts geringer ausgefallen. Die Umstellung sorgt auch für die Anpassung des Ziels beim operativen Ergebnis für 2025, das sich jetzt auf rund 10 Milliarden Euro belaufen soll. Bisher, also ohne die rund zwei Milliarden Euro für die anteilsbasierte Vergütung, standen hier über 11,5 Milliarden im Plan.

Das Geschäft mit der Cloud soll Kunden stärker binden

In der Cloud sollen die hereingeholten Abonnements mehr Schub liefern. Klein hat den Vertriebsteams ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 24 bis 27 Prozent als Messlatte mit auf den Weg gegeben. Die Cloud-Produkte zur Nutzung über das Netz gelten immerhin seit längerer Zeit als der Wachstumsträger bei SAP. Sie sollen auf lange Sicht ertragreicher sein, weil die Kunden mit einiger Laufzeit mehr zahlen als mit dem früher üblichen Paket aus Lizenzsoftware gegen hohe Einmalgebühr und anschließendem Wartungsvertrag. Zunächst aber bedeuten die Cloud-Verträge Einbußen, weil anfangs die hohen Verkaufspreise der Lizenzsoftware wegfallen.

Trotzdem habe Klein vor einigen Jahren den Fokus ganz auf die Cloud gerichtet, wie es auch in der Branche mittlerweile Standard sei. Das soll am Ende bessere und stabilere Geschäfte sichern, auch weil die Kundenbindung an das Produkt höher ist: Kündigen Kunden die Abo-Verträge, können sie die Programme nicht mehr nutzen. Lizenzsoftware hingegen gehört ihnen.

KI und andere Neuerungen sollen bei SAP künftig den Cloud-Versionen der Software vorbehalten sein, die Wartung von bestimmten Produkten fest installierter Software laufe auf Sicht aus. So will Klein den Kunden die Cloud-Angebote schmackhaft machen. 2025 will er demnach über 21,5 Milliarden Euro Umsatz in dem Bereich schaffen. Vergangenes Jahr erzielte die Sparte ein Plus von 20 Prozent (13,7 Milliarden Euro).

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