Interview
SCM: Oracle investiert massiv in Deutschland

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 5 min Lesedauer

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Eine 2-Milliarden-Dollar-Investition über die nächsten fünf Jahre erweitert die Präsenz von Oracle Cloud Infrastructure in Deutschland. Wir sprachen mit Jürgen Hindler, Senior Manager Sales Development & Strategy – Supply Chain Management, über die Plattformstrategien seines Unternehmens auf dem größten Markt Europas.

In Kombination mit Echtzeitdaten – etwa über IoT-Integration oder Rückmeldungen aus der Produktion – lässt sich der aktuelle Fertigungsstatus jederzeit standortübergreifend überwachen und anpassen.(Bild:  yoh4nn)
In Kombination mit Echtzeitdaten – etwa über IoT-Integration oder Rückmeldungen aus der Produktion – lässt sich der aktuelle Fertigungsstatus jederzeit standortübergreifend überwachen und anpassen.
(Bild: yoh4nn)

Herr Hindler, Softwarelösungen vernetzen die Intralogistik schon viel länger, als künstliche Intelligenz existiert. Was können Sie Unternehmen anbieten, die der KI skeptisch gegenüberstehen? Insbesondere dem produzierenden Mittelstand?

Jürgen Hindler: Viele Unternehmen haben heute bereits KI im Einsatz und wissen es teilweise nicht. Einige Prozesse im ERP werden gegebenenfalls bereits mit Machine Learning, einer Unterform der KI, umgesetzt. Aber viele Kunden, gerade auch im Mittelstand, müssen für KI neue Mitarbeiter rekrutieren und scheuen hohe Investitionskosten mit ungewissem Ausgang. Oracle setzt auf eine einzigartige Strategie, um seinen Kunden Innovationen (auch KI-gesteuerte Prozesse) mit jedem Fusion-Apps-Update kostenlos und getestet zur Verfügung zu stellen (embedded). Der Kunde hat die Wahl, die Prozess-KI für sich mit ihren Daten zu testen und bei positiven Erkenntnissen zu aktivieren. Sollte hingegen eine Anpassung des KI-Prozesses nötig sein, so kann er über das Modul „AI-Studio“ die Änderungen selber vornehmen. Somit kann sich der Kunde Zug um Zug an KI herantasten, ohne große Investitionen einzugehen.