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Phoenix Contact

Sichere Kommunikation im Tiefkühllager

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Automatisches Scannen bei der Palettenaufnahme

Das Scannen sollte automatisch beim Aufnehmen der Palette geschehen, sodass Fehler vermieden werden und Zeit eingespart wird, weil der Fahrer die beheizte Staplerkabine nicht verlassen muss. Am Gabelbaum des Staplers befindet sich aus diesem Grund ein Laser-Scanner von Sick, der dort fest montiert ist. Das mit einem Autotrigger und Autofocus ausgerüstete Gerät liest das Etikett der Palette automatisch ein, während sie vom Stapler angehoben wird. Das Ergebnis wird dann vom Scanner über eine RS-232-Schnittstelle ausgegeben.

Nun müssen die Daten vom Scanner zum Funkterminal in die beheizte, geschlossene Staplerkabine übertragen werden. Die Verantwortlichen schlossen die Verwendung eines teuren, für den Tiefkühlbereich entwickelten Kabels schnell aus, zumal die Gabelstapler aufwendig hätten umgebaut werden müssen. Hinzu kam, dass das Datenkabel aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen im Kühlhaus sowie der hohen mechanischen Belastung nach Ablauf weniger Monate auszuwechseln wäre.

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Bluetooth: zuverlässig auch im rauen Betrieb

Weil die Mechanik des Gabelstaplers für einen solchen Kabeltausch zerlegt werden muss, hätte dies neben den hohen Wartungs- und Materialkosten eine längere Ausfallzeit des Transportmittels bedeutet.

Das ist nicht akzeptabel, denn die Gabelstapler werden im Dreischichtbetrieb genutzt. Vor diesem Hintergrund suchten die Verantwortlichen nach einer geeigneten Funklösung als Alternative. Technisch fiel die Entscheidung schnell auf Bluetooth, denn dieses Übertragungsverfahren arbeitet selbst unter rauen industriellen Umgebungsbedingungen zuverlässig.

Außerdem verfügen die in der Fahrerkabine der Gabelstapler eingebauten Datenterminals schon über ein Bluetooth-Interface. Zur Ankopplung des an der Staplergabel installierten Scanners wird ein Serial-Port-Adapter FL BT SPA von Phoenix Contact als Bluetooth-Seriell-Adapter eingesetzt.

Für die raue Umgebung wurde der Adapter in ein Industriegehäuse eingebaut und am Gabelbaum montiert. Aufgrund seiner einfachen Handhabung und des umfangreichen Leistungsspektrums erfüllt das Gerät sämtliche Anforderungen des Anwenders. Besonders die intuitiv einstellbaren Konfigurationsmöglichkeiten, die einen störungsfreien Parallelbetrieb mit den vorhandenen Funknetzen ermöglichen, haben den Anwender überzeugt.

WLAN und Bluetooth funken im gleichen Frequenzband, sodass es zu gegenseitigen Störungen kommen kann. Durch den Low Emission Mode (LEM) des FL BT SPA und die individuelle Konfiguration der vom Funkmodul verwendeten Kanäle, das sogenannten Black Channel Skipping, kann Prépain nun die WLAN- und die Bluetooth-Kommunikation auf verschiedenen Kanälen betreiben.

WLAN und Bluetooth stören sich nicht gegenseitig

Damit sind gegenseitige Störungen ausgeschlossen. Der Laserscanner übermittelt das Scanergebnis also per RS-232-Verbindung an den Serial-Port-Adapter, der es über Bluetooth an das bis zu 7 m entfernte Datenterminal in der Staplerkabine sendet. Von dort werden die Daten über eine WLAN-Verbindung an das ISI-Plus-System weitergeleitet, wo sie entsprechend verarbeitet werden.

* Dipl.-Ing. Jürgen Weczerek ist Produktmanager Wireless Networks bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in 31812 Bad Pyrmont; Dipl.-Ing. Frank Marek ist Geschäftsführer der ISI Automation GmbH & Co. KG in 32699 Extertal

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