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Phoenix Contact Sichere Kommunikation im Tiefkühllager

Autor / Redakteur: Jürgen Weczerek und Frank Marek / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Um eine sichere Kommunikation in seinem Tiefkühllager zu erzielen, entschied sich ein niederländischer Backwarenhersteller zum Einsatz von Bluetooth-Modulen. Per Funk werden die eingescannten Barcodedaten an ein Datenterminal weitergeleitet, wo sie per WLAN an eine Leitsoftware weitergesendet werden.

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Die Daten vom Scanner werden über Bluetooth zum Datenterminal und von dort per WLAN an das ISI-Plus-System übertragen.
Die Daten vom Scanner werden über Bluetooth zum Datenterminal und von dort per WLAN an das ISI-Plus-System übertragen.
(Bild: Phoenix Contact)

Prépain BV ist Marktführer im Bereich sogenannter Bake-off-Brotprodukte, die auf nationalen und internationalen Märkten für Food Retail und Food Service verkauft werden. Weil die Nachfrage groß ist und stetig steigt, produziert das Unternehmen am niederländischen Standort Oldenzaal rund um die Uhr täglich mehrere Millionen Brote und Brötchen. Auf den verschiedenen Fertigungsstraßen werden dabei über 200 Sorten hergestellt.

Um trotz stark schwankender Absatzmengen stets lieferfähig zu sein, kann die Ware in den eigenen Tiefkühlhäusern mit mehreren Tausend Palettenplätzen zwischengelagert werden. Fragen die Kunden bei schönem Wetter beispielsweise mehr Brot und Brötchen zum Grillen nach, lässt sich so jeder Auftrag schnell und umfassend erfüllen. Für den reibungslosen Ablauf ist allerdings eine effiziente und leistungsfähige Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung zwingend erforderlich.

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Unternehmensressourcenplanung wurde angekoppelt

Zu diesem Zweck setzt Prépain mit ISI-Plus eine multifunktionale Software für intralogistische Prozesse von ISI Automation ein. Das erste System wurde bereits in dem 1996 errichteten Tiefkühl-Hochregallager installiert. In den Folgejahren ist die Software ständig erweitert und 2006 auf die ISI-Plus-Version V3 umgestellt worden. 2008 erfolgte dann die Ausweitung auf die gesamte Intralogistiksteuerung, wobei ISI-Plus V3 an die bestehende Unternehmensressourcenplanung angekoppelt wurde.

Prépain nutzt seither auch die Module LVS (Lagerverwaltung), MFS (Materialflusssteuerung) und SLS (Staplerleitsystem). Dazu hat ISI Automation die Software auf alle halbautomatischen Tiefkühllager- und Versandbereiche der Intralogistik ausgedehnt, sodass die Verantwortlichen bei Prépain stets in Echtzeit über den jeweiligen Lagerbestand informiert sind.

Alle Gabelstapler per WLAN an Intralogistik-Software angeschlossen

In den halbautomatischen Tiefkühllagerbereichen wird die Ware von Gabelstaplern transportiert, die per Wireless Local Area Network (WLAN) mit dem ISI-Plus-Staplerleitsystem verbunden sind. Um die Kosten niedrig zu halten, sollte das erforderliche Equipment mit möglichst wenigen Anpassungen in den vorhandenen Gabelstaplern nachgerüstet werden. Deshalb sind alle Fahrzeuge im Zuge der Integration der Intralogistik in das ISI-Plus-System mit Datenterminals ausgestattet worden, die über eine WLAN-Schnittstelle verfügen. In den Lagerbereichen und den Kühlhäusern wurde zudem ein flächendeckendes WLAN-Netzwerk aufgebaut.

So kann das ISI-Plus-System jederzeit Transportaufträge für Ein-, Aus- und Umlagerungen sowie zur Versandvorbereitung via WLAN an die mobilen Staplerterminals senden. Damit bei der Abwicklung der Transporte keine Fehler auftreten, sollten sämtliche Lagerbewegungen kontrolliert werden. Zur eindeutigen Identifikation sind deshalb alle Paletten mit Barcodeetiketten nach dem GS1-Standard auszuzeichnen. Danach werden sie per Laserscanner erfasst, um die Transporte zu verifizieren.

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