Kombinierter Verkehr Sicherheitsüberprüfung bei KV-Transporten soll schneller werden

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Cargobeamer (Leipzig), das Fraunhofer-IML (Dortmund) und die SGKV (Berlin) arbeiten an einer automatisierten wagentechnischen Untersuchung (WTU). Das jüngst gestartete Innovationsprojekt soll für eine schnellere Sicherheitsüberprüfung bei kombinierten Transporten sorgen.

Cargobeamer, das Fraunhofer-IML und die SGKV haben ein Innovationsprojekt für die schnellere Sicherheitsüberprüfung bei Transporten im kombinierten Verkehr gestartet.(Bild:  Cargobeamer)
Cargobeamer, das Fraunhofer-IML und die SGKV haben ein Innovationsprojekt für die schnellere Sicherheitsüberprüfung bei Transporten im kombinierten Verkehr gestartet.
(Bild: Cargobeamer)

Cargobeamer ist ein Logistikdienstleister für den intermodalen Transport auch von nicht-kranbaren Sattelaufliegern auf der Schiene. Gemeinsam mit dem Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und der Berliner Studiengesellschaft für den kombinierten Verkehr (SGKV) haben die Leipziger jetzt ein Innovationsprojekt zur Beschleunigung der wagentechnischen Untersuchung (WTU) gestartet. Bei der WTU werden KV-Züge vor ihrer Abfahrt durch einen Wagenmeister manuell und unter teils hoher körperlicher Belastung auf ihre Verkehrstauglichkeit und Mängel hin überprüft. Im Projekt „DIMI“ (Digital Inspection by Machine Intelligence) werden jetzt die Automatisierung und Digitalisierung des Dokumentenhandlings und -transfers als wichtige Teilprozesse der WTU vorangetrieben. Ziel des Projekts ist es, eine Gesamtlösung zur schnelleren Abwicklung der Kontrolle der Betriebssicherheit von Güterwagen und Ladeeinheiten zu entwickeln, die bei der Abfertigung eines jeden Zuges im kombinierten Verkehr (KV) stattfindet.

Die WTU in ihrer aktuellen Form bietet enormes Verbesserungs- und Digitalisierungspotenzial, um höhere Durchsatzraten und mehr Effizienz in KV-Terminals zu realisieren.

Dr.-Ing. habil. Hans-Jürgen Weidemann, CTO bei Cargobeamer

Das „DIMI“-Projekt ist Teil des Bundesprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr“ und wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) finanziell mit rund 1 Million Euro gefördert. Mit einer Laufzeit von 27 Monaten ist der Projektabschluss für Sommer 2026 angesetzt. Cargobeamer verantwortet als Projektleiter die Bereiche Terminalaufbau, Automatisierung und Sensorik, während das Fraunhofer-IML Expertise im Bereich künstliche Intelligenz und Softwarelösungen bereitstellt. Die SGKV hingegen übernimmt die Prozessanalyse sowie das interne Projektmanagement. Sowohl das Fraunhofer-IML als auch die SGKV profitieren dabei von vergangenen Projekten, welche die Automatisierung und Digitalisierung einzelner Aufgaben des Wagenmeisters erforscht und vorangetrieben haben. Durch diese ganzheitliche Betrachtung soll im Rahmen des „DIMI“-Projektes der WTU-Prozess signifikant beschleunigt werden. (bm)

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