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Tiefkühllogistik

So bleibt auch bei -26 °C alles im Fluss

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Da der Boden des Förderers eben verläuft, ist eine kräfteschonende Aufgabe garantiert. Um auch Rolldollys sicher aufnehmen zu können, verfügt einer dieser vier Lifte über eine Unterkriech-Aufgabestation. Auch dieses Funktionsprinzip kommt dem Menschen entgegen, denn das Fördergut lässt sich ganz einfach bodeneben aufgeben. Ein weiterer, ebenfalls auf Höchstleistung ausgelegter Einzelverteilwagen sorgt für die Übergabe auszuliefernder Ware auf neuartige, speziell für den Tiefkühlbereich konzipierte Schwerkraftrollenbahnen, über die die zuvor gestretchten und etikettierten Paletten in den Speditions- beziehungsweise Versandpuffer gelangen.

Chaos mit System

Bei der Konzeption und dem Design dieser bei Galliker Transport realisierten Intralogistiklösung für eine zukunftssichere „Cold Supply Chain“ haben die Experten von Stöcklin Logistik quasi aus dem Vollen geschöpft. „Doch das Chaos oder augenscheinliche Wirrwarr im Bereich der implementierten vertikal und horizontal verlaufenden Fördertechnikelemente hat System“, merkt Vertriebsleiter Urs Martin augenzwinkernd an.

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Kein Detail – und sei es noch so klein – habe man dem Zufall überlassen und gleichzeitig den vorhandenen Raum innerhalb des 230 m × 95 m großen Gebäudes bestmöglich genutzt. Bei Galliker zeigt man sich mit dem bisher Erreichten zufrieden. Dazu Hofer: „Das Gesamtsystem lässt in puncto Funktionalität, Ergonomie, Effizienz und Design keine Wünsche offen. Des Weiteren besticht die Anlage durch ausgeklügelte Notfallstrategien, die bei möglichen einzelnen Gewerkeausfällen den Materialfluss weiterhin aufrechterhalten. Sowohl das äußere als auch das innere Erscheinungsbild suchen europaweit ihresgleichen.“

Weitere Performanceschübe im Visier

Konnten bei Galliker bis dato rund 16.500 Paletten im Bereich Tiefkühl gelagert werden, so kommen nun mit der Inbetriebnahme des Logistikcenters 4 weitere 9200 Paletten hinzu. Doch das ist nur eine Zwischenbilanz. Denn die Partnerschaft zwischen Galliker und Stöcklin wird fortgesetzt. Folglich laufen die Vorbereitungen für die Umsetzung von Phase 2 bereits auf Hochtouren. Diese zweite Etappe markiert die Errichtung eines weiteren automatisch betriebenen Hochregallagers mit zusätzlichen 26.200 Palettenstellplätzen in neun Gassen. Die Anlage soll bis 2017 ihren Betrieb aufnehmen und nach dem Vorbild des erstellten Tiefkühlbereiches ebenfalls mit umfassenden fördertechnischen Einrichtungen für horizontale und vertikale Transporte ausgestattet werden. ■

* Urs Grütter ist CEO sowie Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Stöcklin Logistik AG in 4147 Aesch (Schweiz), Tel. (00 41-61) 7 05 81 11, info@stoecklin.com.

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