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Software für coole Kühlketten-Überwachung

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In Schadensfällen und bei Rückrufaktionen lässt sich damit auch die Fehlerquelle rasch lokalisieren: Wo und wann wurde der zulässige Wert überschritten? Wurde möglicherweise an einem Punkt gar nicht oder nur unregelmäßig aufgezeichnet?

Protokollierte Temperatur in der Kühlkette

Eine Branchensoftware hat den Vorteil, dass für die Messung kein externes Labor-Informations-Management-System (LIMS) erforderlich ist. Die Prüfgeräte werden direkt angebunden und die Messwerte in das ERP-System übernommen.

Ebenso beim Verlassen des Hauses. Die Temperatur wird zum Zeitpunkt der Übergabe an den Spediteur gemessen, beispielsweise auf der Rampe, und protokolliert. Anschließend geht die Verantwortung auf den Lieferanten über; der Hersteller kann später überprüfen, ob die Temperatur auch während des Transports eingehalten wurde.

EAN 128 und NVE ermöglichen genaue Chargen-Zuordnung in der Kühlkette

Grundlage dafür sind die EAN 128 (Europäische Artikelnummer) und NVE (Nummer der Versandeinheit), die der Hersteller erzeugt und denen die jeweiligen Chargen zugeordnet sind. Auf diese Standards beziehen sich Hersteller, Spediteur und Handel in ihrer Kommunikation untereinander. Über sie lässt sich der aktuelle Status jeder Sendung abfragen (Tracking and Tracing) und letzten Endes auch die Einhaltung der Kühltemperatur durch die Partner.

Ein Blick auf die IT-Situation in der Tiefkühlindustrie zeigt, wie wichtig eine integrierte ERP-Software ist. In vielen Unternehmen fehlt sie schlichtweg, was die Chargendokumentation erschwert. Hier ist in der Produktion, im Lagerwesen und in anderen Bereichen unterschiedliche Software im Einsatz, die nicht miteinander verknüpft ist.

Teilweise wird sogar noch mit Papier gearbeitet. Wenn aber die Daten, also auch die gemessenen Temperaturen, nicht durchgängig elektronisch erfasst und verarbeitet werden, fehlen sie im Chargenprotokoll. Fragen bleiben offen.

Kühlkette mit lückenlosem Chargenprotokoll

Was passiert beispielsweise in der Zeit zwischen Fertigung und Frosten? Oder zwischen Gefrieren und Einlagerung? In jedem einzelnen System wäre zu prüfen, ob ein Fehler aufgetreten ist. Im Ernstfall, wenn die Ursache für verdorbene Ware schnell gefunden werden muss, eine recht mühselige Angelegenheit.

Nicht so bei einer ERP-Software. Hier sind die Informationen zur Temperatur lückenlos im Chargenprotokoll enthalten. Mit einem Mausklick lässt es sich auf jeder Verarbeitungsstufe in Minuten generieren.

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