Energiewende Solarmodule werden „grün“ mit Biokraftstoff transportiert

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Die Berliner Digitalspedition Forto unterstützt das ebenfalls in der Bundeshauptstadt ansässige Solartechnikunternehmen Enpal künftig beim Transport von Solarmodulen mit Biokraftstoff. Durch den Einsatz des alternativen Sprits ließen sich 84 Prozent der Treibhausgase reduzieren.

Johnny Junghans, Head of Sales, und Theresa von Rennenberg, Sustainability Manager (beide Forto, v.l.), und Steffen Reckert, VP Logistics bei Enpal, arbeiten künftig zusammen.(Bild:  Forto/Enpal)
Johnny Junghans, Head of Sales, und Theresa von Rennenberg, Sustainability Manager (beide Forto, v.l.), und Steffen Reckert, VP Logistics bei Enpal, arbeiten künftig zusammen.
(Bild: Forto/Enpal)

Ab sofort verschiffen Forto und Enpal die gesamte selbstgeroutete Seefracht von Solarmodulen und Stromspeichern zu 100 Prozent mit Biokraftstoffen, wie beide Unternehmen bekanntgeben. Wie es in einer Presseerklärung heißt, sind die ersten 30 Container bereits gebucht beziehungsweise geliefert worden. Der aus altem Speiseöl, Reststoffen und Industrieabfällen gewonnene Biosprit verursacht 84 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als fossile Schiffskraftstoffe (Schweröl). Enpal gibt an, seine Treibhausgasemissionen reduzieren zu wollen, „um die ökologische Nachhaltigkeit von Solarenergie über die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion bis zur Installation der PV-Anlagen auf den Dächern weiter zu verbessern“.

Unsere Kunden haben sich für unsere Produkte entschieden, weil ihnen unser Planet am Herzen liegt. Unser Ziel ist es, dass auch bei Herstellung, Transport und Installation unserer Solarmodule so wenig Emissionen wie möglich entstehen.

Henning Rath, Chief Supply Chain Officer bei Enpal

Durch die Verschiffung mit Biokraftstoff kann Enpal eigenen Angaben zufolge die CO2-Emissionen seiner selbst durchgeführten Seetransporte um 100 Prozent senken. Um von den bereits genannten 84 Prozent auf die angestrebten 100 Prozent Einsparung zu kommen, nutzt man die sogenannte Überallokation: Es wird mehr Biokraftstoff eingesetzt, als Enpal für den Transport benötigt. Nach dem Prinzip der Massenbilanz kommt der Biokraftstoff dort zum Einsatz, wo er verfügbar ist, unabhängig von der spezifischen Ladung des Schiffs. Wie Enpal erklärt, werde die korrekte Zuteilung von unabhängigen Auditoren überprüft.

Solarenergie: Geht’s noch nachhaltiger?

Enpal und Forto arbeiten seit drei Jahren zusammen, wobei Enpal die Plattform von Forto nutzt, um seine Fracht von China nach Deutschland auf dem See- und Luftweg zu managen. Forto organisiert den Transport vom Verladehafen bis zum Lager, einschließlich der Zoll- und Transitabfertigung, der steuerlichen Abwicklung und des Weitertransports per Lkw. Im Jahr 2023 beschloss Enpal, 100 Prozent seiner selbstgeführten Seetransporte in die Verantwortung von Forto zu geben.

Forto-CEO Michael Wax erklärt: „Wir sind stolz darauf, der Logistikpartner eines der führenden deutschen Greentech-Unternehmen zu sein und sein beeindruckendes Wachstum zu unterstützen.“ Mit der Umstellung des Seetransports auf Biokraftstoff reagiere Enpal nicht nur auf die Nachfrage seiner Kunden nach nachhaltigen Transportlösungen, sondern ebne getreu seinem Pioniergeist auch den Weg für viele andere Unternehmen. Wax: „Unsere Partnerschaft beruht auf der Überzeugung, dass die Zukunft digital und nachhaltig ist, und wir freuen uns darauf, diese Vision jeden Tag in die Tat umzusetzen.“ (bm)

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