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Fördersysteme

Sortiersysteme arbeiten schnell, sanft und klug

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Vom Ablauf her werden Päckchen, große Briefe und Bündel von Zeitungen, Zeitschriften und Briefen in Helsinki entlang der beiden 523 m langen Bahnen sortiert. Dies bedeutet laut Interroll-Projektmanager Thomas Bertram „einen neuen Rekord“, da die Gesamtlänge der Crossbelt-Sorter in allen vier Zentren 2,4 km beträgt. Die beiden Sortierbahnen in Helsinki und Tampere können ein- und dieselbe Endposition bei einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 1,7 m/s bedienen.

Ausgereiftes Sortiersystem mit minimaler Wartung

Große Briefe und die bis zu 15 kg wiegenden Zeitungsbündel werden durch automatische Rollschächte direkt in einen Rollcontainer sortiert. Manuelle Rollschächte, welche die Päckchen auf Rollenbahnen zum manuellen Sortiervorgang transportieren, können für das Sortieren größerer Pakete mit maximal 1 m Länge und bis zu 35 kg Gewicht eingesetzt werden.

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In jedem der Postzentren ist die eigene Zielbestimmungsanordnung an eine 1,8 km lange, aus Belt-Conveyors, Belt-Curves und Strip-Belt-Merges von Interroll bestehende Fördertechnik angegrenzt, die das Sortiersystem versorgt. „Wir haben großen Wert auf eine einfache, technisch ausgereifte Lösung mit minimaler Wartung gelegt“, so Juha Jokela, Development Manager bei Itella. „Die Installation mit dem laufenden Förderband und die Leistung der Crossbelt-Sorter von Interroll haben uns beeindruckt.“

Automatisches Fördersystem transportiert besonders schonend

Aber auch sehr spezifische Anwendungen, bei denen beispielsweise besonders schonender Transport dominiert, sind gefordert, wie das automatische Fördersystem bei einem führenden Unternehmen der Medizintechnikbranche illustriert. So hat Transnorm, Harsum, für die B. Braun Melsungen AG ein automatisches Fördersystem für den Transport empfindlicher Infusionsset-Packungen realisiert. Mit rund 4 Mrd. Euro Jahresumsatz und knapp 40 000 Mitarbeitern zählt B. Braun zu den weltweit führenden Unternehmen der Medizintechnikbranche und liefert seine Produkte in mehr als 50 Länder.

Die beiden Förderstrecken, jeweils rund 100 m lang und in rund 4 m Höhe platzsparend direkt unter der Hallendecke installiert, verbinden die im selben Gebäudekomplex eine Etage höher befindliche Fertigung mit dem Verpackungsbereich. Die automatischen Gurtfördersysteme werden ausschließlich für den Transport von in PE-Beuteln umverpackten Infusionssets genutzt und überbrücken dabei die Förderstrecke vom Produktionsbereich bis zur Kartonier- und Palettieranlage. Wie Dipl.-Ing. Thomas Höse, Global Technical Support im Geschäftsbereich „Hospital Care“, erläutert, werden in dem an sechs Tagen die Woche rund um die Uhr arbeitenden Werk in Melsungen an Spitzentagen bis zu 60 000 Beutelpackungen auf rund 120 Europaletten versandt.

Produktion und Verpackung an der Hallendecke verbunden

Vom Ablauf her werden die im Produktionsbereich mit je fünf Paar Infusionssets gefüllten, leicht balligen und nur etwa 300 g wiegenden Verpackungsbeutel über eine Plattform an einen S-Elevator übergeben, von diesem intermittierend durch eine Deckenöffnung an die Förderstrecke gebracht und anschließend zum Verpackungsbereich mit automatischer Kartonierung und Palettierung gefördert.

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