Modulare Roboterzelle

Spritzenhandling auf engstem Raum

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Die Zusatzachse erlaubt einen schnelleren Entleerungsvorgang: Der Roboter selbst fährt nicht länger an die Entleerungsstation, um die Spritzen in Reihen durchzutakten, sondern alle Spritzen werden in einem Durchgang mit einer 180-Grad-Kippbewegung aus dem Kamm in ein Gegenstück entleert, das sich auf der Servoachse befindet. Statt des Roboters übernimmt die Servoachse mit einer Kippbewegung das Entleeren der Waben. Der ursprüngliche Bewegungsablauf des Roboters verkürzt sich und die Verarbeitung von bis zu 600 Spritzen pro Minute wird möglich.

Langjährige Erfahrung

Als exklusiver Robotics-Vertriebspartner von Mitsubishi Electric für den schweizerischen Markt arbeitet Robotronic bereits seit Firmengründung 2008 mit dem Automatisierungsanbieter zusammen. Mike Weber selbst blickt auf mehr als 30 Jahre Zusammenarbeit mit Mitsubishi Electric zurück. Für ihn zählen vor allem der kompetente und schnelle Kundenservice sowie die weltweite Verfügbarkeit von Technik und Experten.

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Über die Produkte sagt er: „Die Roboter zeichnen sich durch Flexibilität, Geschwindigkeit und langjährige Zuverlässigkeit aus. Beispielsweise arbeiten Mitsubishi-Electric-Roboter bei einem unserer Kunden schon unglaubliche 25 Jahre im Dreischichtbetrieb. Das ist eine enorme Leistung! Auch mit den anderen Komponenten von Mitsubishi Electric wie Servos oder Steuerungen hatten wir bisher nie Qualitätsprobleme. Von Vorteil sind auch die hohen Freiheitsgrade beim Einbau der Roboter, beispielsweise durch die Überkopfmontage oder die extremen Drehbewegungen. Die schlanke Bauform der Roboter unterstützt die Umsetzung des MRT auf engstem Raum.“

Weiterentwicklung in vollem Gange

Robotronic entwickelt das aktuelle Spritzenhandlingmodul weiter und will zukünftig die Umrüstungsoption auf ein drittes Trägerformat, auf sogenannte Rondo Trays, anbieten. Das sind 300 mm lange, flache, wellenförmige Kunststoff-Tabletts, in denen die Spritzen nebeneinander eingeklipst werden. Mike Weber bemerkt: „Wenn das MRT zusätzlich Rondo Trays verarbeiten kann, sind unsere Kunden in der Lage, mit nur einer Lösung alle drei Formate zu handhaben.“

Zudem arbeitet Robotronic an einer Lösung, in der die Spritzen berührungslos auf einer Förderstrecke in die nächste Maschine gelangen. Die Verwendung von Glas in der Arznei- und Lebensmittelproduktion stellt ein Risiko dar, da Glasbehälter durch Zusammenstöße leicht Schaden nehmen können. Bei den Spritzen könnte beispielsweise die Fingerauflage beschädigt werden oder Glaspartikel in die Flüssigkeit gelangen.

Mit der neuen Lösung reagiert Robotronic auch auf die „No Glass Contact“-Empfehlung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA). Mit der Sonderlösung richtet sich der Anlagenbauer an Pharmaunternehmen weltweit. „Das System kann eins zu eins in anderen Ländern übernommen werden, denn die Nester, Kämme und Rondo Trays sind normiert und international im Einsatz“, so Mike Weber abschließend.

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