Full-Service-Vertrag

Staplerservice bleibt eine Frage des Vertrauens

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Verbindung zum Techniker über das Mobiltelefon

Nach Middrups Einschätzung ist ein Ansprechpartner bei technischen Fragen ein wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden „Full Service“. Ein fest zugeteilter Techniker hält sich mehrmals pro Woche auf dem Firmengelände auf, wo auch die Werkstatt genutzt wird, die Dr. C. Otto seinem Vertragspartner zur Verfügung stellt. In dem abschließbaren Raum werden unter anderem häufig benötigte Ersatzteile vorrätig gehalten.

„Es ist ein großer Vorteil, einen Monteur zu haben, der die Fahrzeuge kennt und im Notfall auch erreichbar ist“, hebt der Instandhaltungsleiter hervor. Bei einem Defekt schätzt Middrup die Dringlichkeit ein und wendet sich direkt an einen Still-Servicetechniker. „Wir haben selbst die Verbindung zum Techniker über sein Mobiltelefon. Natürlich ist nicht alles geschäftskritisch. Er braucht nicht sofort zu kommen, wenn mal ein Spiegel abbricht.“

Allerdings habe man gerade gesehen, wie wichtig ein schneller technischer Service ist: „Letzten Freitagnachmittag hatten wir an einem Stapler einen geplatzten Hydraulikschlauch. Da eine Verladung anstand und wir das Gerät brauchten, war es ein dringender Fall. Innerhalb von zwei Stunden war der Schaden behoben.“ Auch werde eine Fahrzeughistorie geführt, was der Transparenz zugute komme.

Technischer Service ist eine Frage des Vertrauens

Seit August 2010 besteht wieder ein Vertrag mit dem Lieferanten, der bereits von 1980 bis 2006 nicht nur die Fahrzeuge geliefert, sondern auch für deren Einsatzfähigkeit gesorgt hatte. Dr. C. Otto schloss mit der Still GmbH einen neuen Mietvertrag mit „Full Service“ über elf deichselgeführte Lagertechnikfahrzeuge (Nieder- und Hochhub) sowie fünf Diesel- und neun Elektro-Frontgabelstapler.

Uwe Wieschermann fasst zum Full-Service-Vertrag zusammen: „Es ist empfehlenswert, die Leistungen und deren Erfüllung genau zu beschreiben sowie eine Klausel vorzusehen, die in bestimmten Fällen einen Ausstieg erlaubt.“ Letztlich halte er es aber für entscheidend, einen Vertragspartner zu wählen, bei dem man sich in guten Händen wisse: „Technischer Service ist eine Frage des Vertrauens, zumal man nicht alles auf Papier festhalten kann.“ So habe man sich ohne weitere Diskussionen für den Wechsel zurück zu Still entschieden, resümiert der Einkäufer. „Eines steht für uns fest: Guter Service hat seinen Preis.“

Dr. Dieter Hoffmann ist freier Fachjournalist in 55118 Mainz

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