E-Class

Stetige Fortschreibung von E-Class hält Warengruppen up to date

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Warengruppenmanagement muss „gelebt“ werden

Der Einsatz eines Warengruppenmanagements in einem Unternehmen ist die Regel. Die Qualität, in der es eingesetzt und gelebt wird, ist hingegen oftmals mangelhaft. Dies hat seine Gründe darin, dass das analytische Potenzial verkannt wird und damit auch der Beitrag den es zur Steuerung eines Unternehmens leisten könnte, zumindest nicht konsequent gelebt wird.

Zahlreiche Auswertungen zeigen, dass Warengruppen mit der Benennung „Sonstige“ enorm stark frequentiert sind. Aber auch, dass Objekte bei Bestellungen auf Warengruppen gebucht werden, die auch mit noch so großer Fantasie einfach nicht zu diesen gehören. Das Ergebnis ist offensichtlich – in solchen Unternehmen wird das Warengruppenmanagement nicht gelebt. Die Einkäufer agieren folgerichtig: Warum sollen sie sich die Mühe machen, die richtigen Warengruppen auszusuchen, wenn sie eh nicht ausgewertet werden.

Die aktuelle Situation lässt sich so zusammenfassen: Das Warengruppenmanagement ist zwar theoretisch sehr gut fundamentiert, in der Praxis gibt es erheblichen Nachholbedarf. Hier kommt E-Class gewissermaßen ins Spiel, wie an dem folgenden Beispiel aufgezeigt werden kann. Ein größerer mittelständischer Konzern der Stahl und NE-Metalle herstellt, hat sich in den letzten Jahren seine Konzernstruktur durch Veränderung der Eigentümerstruktur, durch Zukäufe, Verkäufe stark verändert.

Homogene Strukturen, sei es im Einkauf, Verkauf, im Controlling gab es nicht. Der Konzern konnte nicht mittels eines einheitlichen Kennzahlensystems gesteuert werden. Hierdurch wurden die Entscheidungsprozesse zu träge, da die Erstellung der entsprechenden Entscheidungsvorlagen sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Auf der anderen Seite hat jede Beschleunigungsaktion enorme Ressourcen gebunden und die Ergebnisse waren trotzdem suboptimal, da die Datenbasis über die verschiedenen Konzernunternehmen hinweg zu unterschiedlich war. Manche hatten ein sehr ausdifferenziertes Warengruppensystem, andere wiederum lediglich ein paar Hauptgruppen, die keine differenzierten Auswertungen möglich machten.

Aufbau eigener Systematik bindet Ressourcen

In dieser Situation hat der Vorstand entschieden, dass konzernweit E-Class als Warengruppensystematik einzusetzen ist. Die Begründung für diese Entscheidung ist einfach und bestechend zugleich. Der Aufbau eines eigenen Warengruppensystems bindet erhebliche personelle und sachlichen Ressourcen, dauert lange (zu lange für die aktuelle Situation).

Die methodischen Vorarbeiten, die das Analysekonzept der zu klassifizierenden Objekte/Sachverhalte bis hin zur Definition der Klassen umfassen, binden erhebliche Kapazitäten. Auch bei einer noch so filigranen Vorgehensweise dürfte ein Ergebnis eben auch nur ein Kompromiss zwischen den Vertretern der verschiedenen Konzernunternehmen sein.

Gerade das „Kompromiss-Argument“ zeigt Weitsicht und operationales Wissen auf. Die vorgenannte Analyse von unternehmensbezogenen Warengruppen zeigt eben auch auf, dass methodisch noch so gut aufgebaute interne Warengruppensysteme im Laufe der Zeit zu Kompromissen werden, da sie nicht nachgehalten werden, ja aus Ressourcengründen nicht nachgehalten werden können.

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