Logistikkosten

Transparenz bei der Übernahme erforderlich

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Ein Überschätzen von Synergiepotenzialen sowie unrealistische Integrationserwartungen sind häufig Folge einer unterschätzten Komplexität von Logistikprozessen. Die Logistik wird in einem Unternehmen oft als Querschnittsfunktion bezeichnet und ist somit ein wichtiger Teil der Unternehmensbewertung. Um logistische Gefahrenpotenziale und Aufwände valide bewerten zu können, werden drei in der Wirtschaft angewandte Herangehensweisen speziell für den Logistikbereich angepasst.

Die Balanced Scorecard in der Logistik

Die Balanced Scorecard (BSC) setzt sich im Allgemeinen aus Kennzahlen zusammen, die aus strategischen Zielen eines Unternehmens abgeleitet werden. Mit Hilfe eines Soll-Ist-Vergleichs können die Zielabweichung nach einer bestimmten Zeit analysiert sowie Maßnahmen zur Erreichung des Sollzustandes entwickelt werden.

Um eine flexible Anpassung der Balanced Scorecard an die Vielzahl von Unternehmensstrukturen zu ermöglichen, ist es erforderlich, für einige Unternehmensbereiche eigene Kennzahlen zu entwickeln. Damit die Logistik eines Unternehmens mit den Strukturen einer zur Akquisition stehenden Wirtschaftseinheit vergleichbar ist, wird hier auf logistische Ziele fokussiert.

Der Fokus auf die Optimierung von logistischen Prozessen ist ein Erfolgsfaktor, der im Vergleich zu anderen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bedeuten kann. Die Balanced Scorecard beschreibt ein Rahmenkonzept, das durch die Aufteilung in Perspektiven flexibel auf geänderte Unternehmensanforderungen reagieren kann.

Kennzahlensystem orientiert sich an der Wertschöpfungskette

Ein Kennzahlensystem ist ein weiteres Instrument, das zur Vergleichbarkeit und Zielplanung in der Logistik und anderen Unternehmensbereichen angewendet werden kann. Das selektive Kennzahlensystem der Logistik orientiert sich an der gesamten Wertschöpfungskette eines betrachteten Unternehmens. Somit sind die wechselseitigen Abhängigkeiten der Kennzahlen über einzelne Unternehmensbereiche hinweg gegeben.

Anders als bei dem Balanced-Scorecard-Modell werden durch eine Zusammenstellung von selektiven Kennzahlen keine perspektivenspezifischen Vorgaben eingehalten. Da die verschiedensten Unternehmensbereiche der gesamten Wertschöpfungskette in Form von Kennzahlen berücksichtigt werden, ist trotz der geringen Anzahl von Kennzahlen eine hohe Aussagekraft des Systems gewährleistet. Bei dieser Vorgehensweise werden bewusst die Kennziffern gewählt, die durch eine hohe Informationsdichte definiert sind.

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