Frachtvergabe

Transportbörsen rechnen sich für jeden

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Mit rund 20 000 registrierten Mitgliedern verfügt Cargoclix eigenen Angaben zufolge über ein internationales Logistik-Netzwerk für Nutzer aus Industrie, Handel und Spedition. Die Leistungen sollen den Logistikhandel optimieren und die Ablaufsteuerung der Transporte verbessern. Johannes Schmidt, geschäftsführender Gesellschafter der Cargoclix Dr. Meier & Schmidt GmbH in Niefern, sagt: „Anders als bei den klassischen Frachtenbörsen liegt der Schwerpunkt von Cargoclix nicht auf dem Handel mit Tagesaufträgen, dem sogenannten Spotmarkt. Unsere Aktivitäten konzentrieren sich zum einen auf elektronische Ausschreibungen für Transport und Logistik, zum anderen auf Zeitfenstermanagement.“

Weltweite Ausschreibungen für alle Verkehrsträger

Bei den elektronischen Ausschreibungen handelt es sich laut Schmidt um weltweite Ausschreibungen von Kontrakten für alle Verkehrsträger und Logistikdienstleistungen. Dies könnten Straßen- oder Schienentransporte, Luftfracht, See- und Binnenschifftransporte, Kurier-Express-Paketdienste oder Logistikdienstleistungen wie Lagerei oder Ähnliches sein. Die über Cargoclix durchgeführten Tender reichen laut Schmidt von der Ausschreibung einzelner Relationen bis zum integrierten Logistikkonzept. „Die Ausschreibungsvolumina können dabei zwei- bis dreistellige Euro-Millionenbeträge erreichen. Durchschnittliche Ausschreibungen haben ein Volumen von 1,5 bis 2 Mio. Euro“, sagt Schmidt.

Das Zeitfenstermanagement steuert Be- und Entladungen von Lkw an den Rampen der Verlader und Empfänger. Auftraggeber können ihre Standorte mit den jeweiligen Lade- und Verladestellen im System abbilden. „Sie gewinnen so volle Transparenz über die Zeitfensterbuchungen der Logistikdienstleister und können diese direkt online nachverfolgen. Das Zeitfenstermanagement hilft, teure Standzeiten der Lkw zu vermeiden und das Personal an der Rampe effizienter einzusetzen“, erklärt Schmidt.

Einrichtung und Betrieb des Cargoclix-Systems sind kostenlos

Über die Auswertungsfunktion könne die Termintreue über alle Verladestellen ausgewertet werden. „Die Kosten für Logistikdienstleister betragen pro durchgeführter Zeitfensterbuchung 0,50 Euro“, so der Geschäftsführer. Weitere einmalige oder regelmäßige Kosten entstehen für Dienstleister laut Schmidt nicht. Für den Auftraggeber seien die Einrichtung und der Betrieb des Systems kostenlos. Bei der Anpassung einer Schnittstelle ans SAP-System berechne Cargoclix lediglich einmalig den Aufwand zur Programmierung der Schnittstelle.

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