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UHF-RFID identifiziert Karossen trotz „Heavy Metal“

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Will man wie Mercedes-Benz im Automobilbau ein durchgängiges Identifikationssystem einsetzen, spart man sich nicht nur die Hardware- und Handlingkosten für mehrere Systeme und verschiedene Transpondertypen, sondern auch die funktions- und datentechnischen Risiken, die mit jeder Schnittstelle einhergehen können. Bei der Auswahl der richtigen RFID-Lösung definiert der schwierigste I-Punkt die Leistungsanforderungen an die Datenträger wie auch an die Schreib-Lese-Geräte.

RFID-System muss höchste Anforderungen an Lesesicherheit erfüllen

Bei Mercedes-Benz in Rastatt befindet sich dieser I-Punkt an der Fördertechnik hinter dem KTL-Trockner. Nach der Vorbehandlung unter anderem durch Entfetten, Spülen und Phosphatieren in riesigen Spritzanlagen und der kathodischen Tauchlackierung werden die Karossen in Öfen bei etwa 180 °C getrocknet. Danach werden sie – A-Klasse und B-Klasse in beliebiger Reihenfolge – auf einer Skidförderstrecke in drei Linien für die nächsten Prozessschritte, zum Beispiel die Nahtabdichtung per Roboter, bereitgestellt.

Der Bereich hinter dem Trockner ist Metall pur: Wände, Decken, Boden, Fördertechnik und die zahlreichen Karossen – alles ist aus Metall. Für RFID bedeutet dies höchste Anforderungen an die Lesesicherheit, denn die hochfrequenten Reflexionen aus der Anlage dürfen die Datenübertragung zwischen den Transpondern und den Schreib-Lese-Geräten nicht beeinträchtigen.

Schreib-Lese-Geräte von Sick an 24 I-Punkten im Einsatz

Ungefähr die Hälfte aller I-Punkte im Werk – also etwa 200 – befindet sich im Prozessabschnitt Oberfläche. An insgesamt 24 I-Punkten, an denen das Umfeld höchste Anforderungen an die Verfügbarkeit und Lesesicherheit stellt, hat Mercedes-Benz aus Gründen der Lesesicherheit und Systemverfügbarkeit Schreib-Lese-Geräte Interrogator RFU630 von Sick im Einsatz. Sie arbeiten in Europa in einem UHF-Frequenzband von 865 bis 867 MHz und können über diese Luftschnittstelle alle RFID-Transponder identifizieren, die die Spezifikationen gemäß ISO/IEC-18000-6 oder EPC-Global erfüllen.

Die Elektronik wie auch die Antenne des Interrogator RFU630 sind in einem robusten Gehäuse aus Aluminiumdruckguss untergebracht, das nach Anforderung Schutzart IP67 bietet. Die Integration in eine Vielzahl industrieller Netzwerkumgebungen ist möglich – bei Mercedes-Benz in Rastatt sind die Schreib-Lesegeräte über externe Anschlussmodule CDF600 von Sick in Profibus DP eingebunden.

Was ebenfalls für den Interrogator RFU630 spricht, ist die einfache Parametrierung und Bedienung. Mithilfe der Programmiersoftware Sopas können zum Beispiel die Datenausgabeformate frei festgelegt, Filter- und Diagnosefunktionen definiert sowie die insgesamt acht Anzeige-LED in ihren Belegungen und Funktionen so programmiert werden, wie es der Anwender wünscht. Im Fall eines Gerätetauschs minimiert das Parameter-Cloning per Micro-SD-Karte den Zeit- und Kostenaufwand.

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