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Für den MTU-Hauptsitz Friedrichshafen ist DB Schenker seit dem Jahr 1998 ein vielseitig tätiger Kontraktlogistikpartner vor Ort und weltweit. Rund 6000 m² feste Lagerfläche sind im Logistikzentrum Immenstaad für MTU reserviert. Dort sind, insbesondere im Austausch mit den MTU-Regionalgesellschaften MTU America und MTU Asia, unter anderen die von Schenker gebotenen zolltechnischen Verfahren bis zum Steuerfreilager von großem Vorteil. Darüber hinaus bietet man MTU zahlreiche Services der Werkslogistik. So betreibt DB Schenker in Friedrichshafen auf dem Gelände von MTU einen Onsite-Service mit bis zu 15 Mitarbeitern für das Behältermanagement. An einem weiteren Standort in Friedrichshafen Seewald betreuen zwei Schenker-Mitarbeiter Versandaufgaben im Auftrag von MTU.
Was in Immenstaad für MTU gelagert wird, ist selbst für Logistikprofis eindrucksvoll: Schweres Gerät wie komplette Antriebsaggregate, Kühler und Zylinder von Großmotoren. Für die Transporte innerhalb des Logistikzentrums hält DB Schenker ständig einen eigenen 10-t-Stapler bereit.
Ein- und Auslagerung von Teilen für die Entwicklungsabteilung
Doch auch bei „Kleinteilen“ kooperieren MTU und DB Schenker seit Langem erfolgreich. Ein separater Bereich des Hochregallagers ist für die Lagerung von Versuchsteilen für die Entwicklungsabteilungen bei MTU bestimmt. Hierbei handelt es sich um technische Komponenten, die noch nicht in der Serienfertigung eingesetzt werden. Für Entwicklungsprojekte werden nahezu täglich Chargen dieser Versuchsteile kommissioniert, in die MTU-Werke geliefert und nach Beendigung von Versuchs- und Entwicklungsprojekten oftmals auch wieder bei DB Schenker eingelagert.
„Für MTU schöpfen wir aus dem Vollen unseres Logistikportfolios“, erklärt Udo Schwarzböck. „Wir lagern vom 10-t-Frachtstück bis zur filigranen Feinmechanik. Wir transportieren auf dem Land-, See- und Luftweg in die Ersatzteillager in Singapur, Detroit oder ganz in der Nähe nach Überlingen. Aus unserem Lager oder von den Onsite-Standpunkten aus wickelt unsere Geschäftsstelle weltweiten Warenverkehr für MTU zuverlässig ab. Und das seit 18 Jahren. Ich denke hier kann man wirklich von erfolgreicher Kontraktlogistik-Partnerschaft sprechen.“
Trend zur One-Stop-Shopping-Logistik entspricht auch Kundenwünschen
Mittendrin im Kontraktlogistikgeschäft für namhafte Industriekunden entwickelt die Geschäftsstelle Friedrichshafen ihre Angebote zielgerichtet weiter. Dazu noch einmal Udo Schwarzböck: „Unser Ziel ist die immer vollständigere Abdeckung der Supply Chain für unsere Kunden. Ein großes Thema ist dabei die Verpackung. Aktuell evaluieren wir beispielsweise die Anschaffung einer automatischen Säge, um Verpackungsleistungen selbst abwickeln zu können. Es geht aber nicht nur um Maschinen. Weiterbildung ist eine große Aufgabe. Gerade haben zwei Kollegen eine IHK-Schulung für die seefrachtmäßige Verpackung erfolgreich absolviert. Und auch an den Enden der klassischen Supply Chain bieten wir mit speziellen Value-Added Services weiterführende Leistungen an. Unser Ziel und der Wunsch des Kunden ist es, den One-Stop-Shopping-Service der Logistik aufzubauen. Darin steckt ein mächtiges Potenzial an Ersparnis der Total Cost of Ownership.“ ■
* Dr. Frieder Schwitzgebel ist freier Journalist in Mainz
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