Personal Witron balanciert aus, vermittelt Werte und lernt selbst dazu

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 3 min Lesedauer

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Interkulturelle Teams sind etwas ganz Normales in den Parksteiner Büros und Fertigungshallen von Witron. Dort, im Hauptwerk des Intralogistikers, sind alleine Menschen aus über 50 Ländern beschäftigt. HR-Chef Fabian Rösel hat die Aufgabe, das Potenzial dieser interkulturellen Teams auszuschöpfen – weltweit.

Beispiel für erfolgreiches Teambuilding bei Witron: Kolleginnen und Kollegen aus Australien, Nordamerika und Europa stemmen den Hochlauf der Coles-Logistikzentren in Brisbane und Syndey.(Bild:  RDW Photography/Witron)
Beispiel für erfolgreiches Teambuilding bei Witron: Kolleginnen und Kollegen aus Australien, Nordamerika und Europa stemmen den Hochlauf der Coles-Logistikzentren in Brisbane und Syndey.
(Bild: RDW Photography/Witron)

Gut 100 Azubis starten jedes Jahr mit ihrer Ausbildung bei Witron in Parkstein. Darunter ist auch immer eine Gruppe transnationaler Azubis aus verschiedenen Kontinenten. Eine wichtige Aufgabe in diesem Zusammenhang, nämlich die Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam mit den verantwortlichen Führungskräften so zu fördern, dass eine fachlich und menschlich funktionierende, leistungsstarke und werteorientierte Gemeinschaft entsteht, fällt hier Fabian Rösel zu. Er bekleidet den Job des Global Head of HR bei Witron. Dass das ein äußerst anspruchsvoller Job ist, zeigen alleine schon die Zahlen: Die Witron-Gruppe beschäftigt weltweit aktuell Menschen aus 109 Nationen – darunter mehr als 50 Nationalitäten allein im Hauptwerk in der nördlichen Oberpfalz.

Mit über 100 Nationalitäten im Unternehmen müssen wir balancieren, unsere Werte vermitteln und müssen auch wir in Parkstein dazulernen.

Fabian Rösel, Global Head of HR bei Witron

Das interkulturelle Arbeiten nimmt bei Witron tagtäglich Gestalt an: Am Hauptsitz Parkstein, aber auch in den internationalen Niederlassungen oder bei den vielen Onsite-Serviceteams der Oberpfälzer. „Urlaubs-Impressionen vermitteln manchmal den Eindruck, wir laufen hier in Bayern alle in Lederhosen rum und trinken Weißbier schon am Mittagstisch“, sagt Rösel, wenn er auf die Unternehmenskultur seines Arbeitgebers angesprochen wird. Die Zuschreibung der „Mystique Company from Bavaria“ kommt nicht von ungefähr und vor allem die Nordamerikaner haben sie bis heute geprägt.

Bodenständig und pragmatisch

„Wir sind mittlerweile über 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 100 Nationen. 2014 waren es noch 2.200 Menschen aus 36 Ländern. Innerhalb von zehn Jahren haben wir uns sehr stark verändert und da spielt die Lederhose nur noch eine untergeordnete Rolle. Außerdem ist das eher ein Oberbayern-Ding, aber das ist eine andere kulturelle Geschichte“, scherzt der Personalleiter.

HR-Chef Fabian Rösel: „Mit über 100 Nationalitäten im Unternehmen müssen wir balancieren und unsere Werte vermitteln. Aber auch wir in Parkstein müssen dazulernen.“ (Bild:  Witron)
HR-Chef Fabian Rösel: „Mit über 100 Nationalitäten im Unternehmen müssen wir balancieren und unsere Werte vermitteln. Aber auch wir in Parkstein müssen dazulernen.“
(Bild: Witron)

Das Hauptaugenmerk des obersten Personalers liegt 2024 darauf, Werte wie die Bodenständigkeit und den Pragmatismus des von Walter und Hildegard Winkler gegründeten Familienunternehmens weiterzutragen – aktuell schon bis nach Asien oder Australien. „Mit über 100 Nationalitäten im Unternehmen müssen wir balancieren und unsere Werte vermitteln. Aber auch wir in Parkstein müssen dazulernen.“ Zum Vergleich: Weltweit gibt es 195 Nationen. In fast 60 davon hat Witron bislang Projekte realisiert.

Faktoren, die aus Sicht von HR-Chef Rösel für den Erfolg interkultureller Teams entscheidend sind:

  • 1. Kulturelle Sensibilisierung und Schulungen: Ein tiefes Verständnis für die kulturellen Unterschiede ist unerlässlich. Regelmäßige Schulungen, interkulturelle Trainings und Coachings helfen Mitarbeitenden und Führungskräften, sich dieser Unterschiede bewusst zu werden und sie konstruktiv zu nutzen.
  • 2. Klarheit in der Kommunikation: Besonders in interkulturellen Teams sind klare Kommunikationsregeln und Erwartungen wichtig. Unterschiedliche Interpretationen von Anweisungen oder Rückmeldungen können zu Missverständnissen führen, die durch transparente und offene Kommunikation vermieden werden können.
  • 3. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Unternehmen, die in verschiedenen Ländern agieren, müssen flexibel auf die jeweiligen lokalen Gegebenheiten und kulturellen Besonderheiten reagieren. Dabei geht es nicht nur um sprachliche Anpassungen, sondern auch um die Berücksichtigung landestypischer Arbeitsweisen und -zeiten.
  • 4. Führungskräfte als Kulturvermittler: Führungskräfte in internationalen Teams müssen als Vermittler zwischen den Kulturen agieren. Sie sollten sowohl die eigenen kulturellen Werte vertreten als auch offen für neue Einflüsse sein. Gleichzeitig sollten sie eine Umgebung schaffen, in der sich Mitarbeitende wohlfühlen und ihre Ideen frei äußern können.

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