Da kriselt es weiter Autozulieferer ZF rutscht noch tiefer in die roten Zahlen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Autozulieferer ZF hat im vergangenen Jahr vor allem, wie es heißt, wegen eines Sondereffekts beim Konzernumbau Verluste erlitten, so die jüngsten Meldungen vom Unternehmen aus Friedrichshafen.

Verdoppelter Verlust! Über ZF in Friedrichshafen ziehen weiterhin eher dunkle Wolken dahin. Jetzt hat der Konzern die Zahlen für 2025 vorgelegt ...(Bild:  ZF)
Verdoppelter Verlust! Über ZF in Friedrichshafen ziehen weiterhin eher dunkle Wolken dahin. Jetzt hat der Konzern die Zahlen für 2025 vorgelegt ...
(Bild: ZF)

Der Verlust von ZF verdoppelte sich demnach im letzten Jahr auf 2,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr, wie aus den jetzt veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Aber schon 2024 schrieb der ZF-Konzern rote Zahlen. Damals betrug der Verlust knapp über eine Milliarde Euro. „Die Abschreibungen unprofitabler Projekte haben einen Einmaleffekt auf unsere Bilanz für 2025. Aber so nehmen wir Steine aus dem Rucksack für den Aufstieg in den kommenden Jahren“, kommentierte ZF-Chef Mathias Miedreich. Operativ habe ZF Fortschritte aber durchaus erzielt. So ist laut Zahlen das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 1,47 Milliarden Euro auf rund 1,75 Milliarden angestiegen. Dennoch bleibt der Friedrichshafener Autozulieferer hoch verschuldet, wie man wissen muss. Zwar habe ZF im vergangenen Jahr seine Finanzverbindlichkeiten um 250 Millionen Euro reduziert, aber es bleibt dennoch eine Nettoverschuldung in Höhe von 10,2 Milliarden Euro stehen. Außerdem sank die Eigenkapitalquote 2025 um über fünf Prozentpunkte (auf 13,3 Prozent). Die Eigenkapitalquote gilt bekanntlich als eine der zentralen Kennzahlen für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens.

ZF-Chef sieht keine wesentliche Nachfragebelebung

ZF ist außerdem einer der weltweit größten Automobilzulieferer. Der Konzern gehört zu 93,8 Prozent der Zeppelin-Stiftung, die vom Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafens geführt wird. Das Unternehmen leidet, wie viele andere aus dem Automobilsektor auch, unter der schwachen Konjunktur und der mauen Nachfrage – vor allem nach Elektroautos. Rund 38,8 Milliarden Euro konnte der ZF-Konzern im vergangenen Jahr an Erlösen erzielen. Das ist ein Rückgang von rund sechs Prozent (oder 2,6 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr. Miedreich sieht auch keine durchgreifende Belebung der Nachfrage. Es komme nur noch darauf an, in einer derzeitigen Situation ohne nennenswertes Marktwachstum, den Kopf über Wasser zu halten. In den kommenden Jahren will ZF bis zu 14.000 Stellen in Deutschland abbauen. Ende 2025 beschäftigte der Konzern laut Mitteilung weltweit 153.153 Personen – rund fünf Prozent weniger als noch 2024. In Deutschland hat sich die ZF-Mitarbeiterzahl nominell ebenfalls um rund fünf Prozent (auf etwas mehr als 49.000) verringert. Damit liege ZF auf Kurs, was die Planungen zum Stellenabbau angehe. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet ZF nicht wirklich mit einer Besserung der Lage. Bei stabilen Wechselkursen geht der Konzern für das Jahr 2026 von einem Umsatz von über 38 Milliarden Euro aus. Parallel will man die Profitabilität erhöhen.

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