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Zielführende Details für Energieketten am Laufkran

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Die üblichen am Markt erhältlichen Energieketten sind für den Einsatz am Abus-Laufkran nicht unbedingt optimiert, da sich durch die Länge und Belegung der benötigten Kette systembedingte Besonderheiten ergeben. So entsteht durch die temperaturabhängige Ausdehnung der geführten Leitungen und die daraus resultierende Verschiebung an der Biegestelle ein Längenversatz zwischen Kette und Leitung. Dieser führt zu einer Wellung und unter Umständen zu einem Austritt der Kabel aus der Energiekette.

Die Ingenieure begegneten diesem Effekt durch geometrisch optimierte Kettenglieder und passten die Kammergröße und Kammerform an. Die glasfaserverstärkten Kettenglieder der Abu-Powerline blieben mechanisch kompatibel zur Anbindung an marktübliche, zuvor eingesetzte Energieketten.

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Horizontal angeordnete Einzeladern machen Flachleitungen langlebig

Anders als bei herkömmlichen Ausführungen liegen in der Abu-Powerline bewusst keine Rundleitungen. Durch die radiale Anordnung der Einzeladern im Kabel entsteht hier an der Biegestelle ein nicht unerheblicher Verschleiß, der nur durch aufwendige Spezialleitungen reduziert werden kann. Als kostengünstiger und langlebiger stellte sich im Anwendungsfall bei Abus eine Flachleitung heraus. Die horizontale Anordnung der Einzeladern reduziert das Reibungsverhältnis im Leitungsgefüge im Vergleich erheblich. So konnte die hohe Lebenserwartung des Systems noch weiter gesteigert werden. Zudem spart die kompakte Anordnung der Adern Volumen in der Energiekette.

Üblicherweise gleitet eine Energiekette beim Zurückfahren auf dem gesamten Verfahrweg übereinander. Durch das Eigengewicht der Kette erhöht sich dadurch vor allem bei langen Hauptträgern die Betätigungskraft zum Verfahren des Hängetasters. Da bei der verfahrbaren Steuerung ein leichtgängiger Bewegungsablauf für die Bedienungsergonomie des Kranführers unerlässlich ist, waren weitere Detailinnovationen gefragt.

Im vorderen Führungsschienenteil rollt die Energiekette auf Rollenböcken

Hierzu wurde die Energiekette so konzipiert, dass die Kettenglieder erst in der Mitte der Führungsschiene beginnen. In der vorderen Hälfte stecken Rollenböcke in dem Profil (Bild 3). Auf diesen rollt die Kette ab, anstatt auf den darunterliegenden Kettengliedern zu rutschen.

Durch die definierten Betätigungskräfte der verfahrbaren Steuerung hebelt das System einen weiteren Nachteil der Schleppleitung aus: Bisher kannten Kranführer vor allem bei langen Kranen den Effekt, dass der Steuerwagen nach dem Loslassen des Hängetasters nicht still stehen blieb. Entweder schoben die zusammengedrückten Leitungsschlaufen die Schleppleitung auseinander und bewegten den Steuerwagen zum Ende des Hauptträgers oder die maximal auseinandergezogene verfahrbare Steuerung zog sich durch das Eigengewicht der Kabel zusammen, wodurch der Hängetaster zum Anfang des Hauptträgers rollte.

Bei der Energiekette tritt dieser Effekt nicht auf. Die verfahrbare Steuerung bleibt durch ihre reibungsabhängige Positionshaltung dort, wo der Kranführer den Hängetaster loslässt.

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