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Logistik-Software Zielführende Details für Energieketten am Laufkran

| Autor / Redakteur: Alexander Kalcher / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Bei Laufkranen kommen für den elektrischen Anschluss der Katze häufig Energieketten zum Einsatz. Durch die Länge des Hauptträgers und die damit verbundene Dimensionierung der Energiekette bestehen dabei hohe Systemanforderungen. Insbesondere dann, wenn auch die Steuerung per Kette angebunden sein soll.

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Abu-Powerline als verfahrbare Steuerung. Das System ragt weder nach oben noch nach unten über den Hauptträger hinaus und reduziert somit den Einbauraum des Krans im Vergleich zur Schleppleitung. (Bild: Abus)
Abu-Powerline als verfahrbare Steuerung. Das System ragt weder nach oben noch nach unten über den Hauptträger hinaus und reduziert somit den Einbauraum des Krans im Vergleich zur Schleppleitung. (Bild: Abus)

Vor der Einführung von Energieketten bei Laufkranen waren Schleppleitungen das Mittel der Wahl – sowohl für den Anschluss der Katze als auch für den Hängetaster einer verfahrbaren Steuerung. Die konstruktiven Nachteile eines solchen Systems sind vor allem die Abmessungen: Die Befestigungen des dazu benötigten Laufschienenverbandes sitzen zumeist oben auf dem Hauptträger und erhöhen die Einbauhöhe des Krans. Je nach Spannweite und Hauptträgerhöhe kommt ein nicht unerheblicher Kabeldurchhang der zusammengeschobenen Leitungsschlaufen unter dem Kran hinzu.

Energiekettensystem sowohl für Katze als auch für Steuerung

Dies bedeutet beim Überfahren von Hindernissen ein Gefahrenpotenzial durch Hängenbleiben. Weiterhin besteht ein erheblicher Montageaufwand der Quer- und Längsschienen.

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Ziel bei der Entwicklung des Energiekettensystems Abu-Powerline war ein kompaktes und robustes Konzept zur Energiezuführung, das sowohl für die Katze als auch für die verfahrbare Steuerung zum Einsatz kommt. Die Abu-Powerline verläuft seitlich am Hauptträger in einer Führungsschiene. Während auf der einen Seite die Katzstromzuführung angebracht ist (Bild 1 – siehe Bildergalerie), verfährt auf der anderen Seite der Hängetaster mittels einer eigenen Führungsschiene unabhängig vom Hubwerk (Bild 2). Da die Seiten des Hauptträgers bei Ein- und Zweiträgerkranen selten als Anbauort für andere Komponenten genutzt werden, stören die Schienen nicht und reduzieren den Einbauraum des Krans in keine Richtung.

Krane sowohl mit neuer Energiekette als auch mit Schleppleitung lieferbar

Das System ist nicht auf funkgesteuerte Krane ohne verfahrbare Steuerung beschränkt, da die Energiekette sowohl für die Stromzuführung als auch für die Steuerstromleitungen des Hängetasters zum Einsatz kommt. Trotz der zunehmenden Verbreitung von Funkanlagen stellen hängetastergesteuerte Krane nach wie vor die häufigste Ausführungsform dar.

Das innovative Konzept des seitlich verfahrenden Wagens für die Steuerleitung wurde von Abus Kransysteme zum Patent angemeldet. Etwa seit dem Jahr 2000 bietet der Kranhersteller die Abu-Powerline für die Stromzuführung und verfahrbare Steuerung als serienmäßige Ausstattung aller Laufkrane an. Auf Kundenwunsch liefert Abus das bis dahin gängige Schleppleitungssystem optional weiterhin.

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