Schumacher Packaging ist heute einer der größten europaweit agierenden Hersteller maßgeschneiderter Verpackungen aus Well- und Vollpappe. 2023 feiert das Unternehmen aus dem oberfränkischen Ebersdorf bei Coburg sein 75-jähriges Bestehen, und das mit einem klar umrissenen Ziel: verstärkten Investitionen in Nachhaltigkeit.
Hendrik (l.) und Björn Schumacher sind die dritte Generation im Unternehmen.
(Bild: Schumacher)
Im Fokus stehen bei Schumacher Packaging der Ausbau erneuerbaren Energien und die Reduzierung von Kunststoffen in Verpackungen durch den Einsatz natürlicher Rohstoffe. Bis 2025 will man im Unternehmen rund 700 Millionen Euro in den Ausbau vorhandener sowie in den Bau neuer Werke investieren. Ein weiterer angestrebter Meilenstein ist das Jahr 2035: Bis dahin will man klimaneutral produzieren und setzt daher auf modernste, effiziente und umweltfreundliche Technologien.
Als integrierte Unternehmensgruppe gehören zu Schumacher Packaging heute drei Papierfabriken für recycelte Wellpappen-Rohpapiere, zwei Kartonwerke, 15 Verarbeitungswerke und diverse Service Center. Das Unternehmen wird in dritter Generation von den Brüdern Björn und Hendrik Schumacher geführt und verfügt über 29 Standorte in Deutschland, Polen, Tschechien, Großbritannien, Italien und den Niederlanden. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete man mit rund 3.700 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von 857 Millionen Euro.
Sinnvoller Ersatz von Kunststoff
Damit es aber so weit kommen konnte, legten Kurt H. Schumacher und seine Frau Hildegard vor 75 Jahren den Grundstein für die erfolgreiche Unternehmensgeschichte. „Eine, die von Dynamik geprägt ist, vom gemeinsamen Anpacken, von Wachstum und von echten Pionierleistungen“, wie der Website zu entnehmen ist. Vom Großhandelsunternehmen für die ortsansässige Spielwaren-, Polster- und Kleinmöbelindustrie hat sich Schumacher zum europaweit agierenden Verpackungsspezialisten entwickelt. Basis des Erfolgs ist und war ein nachwachsender Rohstoff: Holz beziehungsweise Zellulose, aus der Pappe nun einmal hergestellt wird. Damals wie heute gilt: Die Verpackung der Zukunft muss, um nach wie vor breite Akzeptanz zu erfahren, nachhaltig sein. Aber auch erneuerbar, klimafreundlich und vor allem recycelbar und biologisch abbaubar.
Und das ist die große Stärke und gleichzeitig das erklärte Ziel von Schumacher Packaging: Man will Kunststoff sinnvoll ersetzen. Mit seinen innovativen Lösungen aus Well- und Vollpappe ist das Unternehmen die vergangenen 75 Jahre kontinuierlich gewachsen und hat sich zu einem der größten familiengeführten Verpackungsunternehmen in Europa entwickelt. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres erklärte Firmenchef Björn Schumacher: „Getreu unserem Jubiläumsmotto „Unboxing the Future of Packaging‘ verfolgen wir klare Ziele für die Zukunft. Wir sehen erhebliches Potenzial, Verpackungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg noch klimafreundlicher zu gestalten. Deshalb möchten wir den Anteil an Kunststoffen in Verpackungen branchenübergreifend weiter verringern und sinnvoll durch den natürlichen Rohstoff Papier ersetzen.“
Dafür geht das Familienunternehmen in der Branche voran: Es informiert, arbeitet an Innovationen und sucht den Dialog zu Stakeholdern. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass sich mehr als ein Fünftel der aktuell verwendeten Kunststoffverpackungen durch papierbasierte Lösungen ersetzen lässt. Durch den Einsatz kunststofffreier, biobasierter Barrierebeschichtungen lassen sich Verpackungen mit Schutzfunktionen herstellen, die vollständig recycelt werden können. Damit können Kunststoffe komplett ersetzt werden – mit dem größten Potenzial in der Lebensmittelbranche.
Basis für nachhaltige Kreislaufwirtschaft
Nachhaltigkeit ist für das Geschäft von Schumacher Packaging von großer Bedeutung. „Der größte Vorteil papierbasierter Verpackungen besteht darin, dass sie komplett natürlich sind. Sie sind kein Abfall, lassen sich dem Wertstoffkreislauf zu 100 Prozent zurückführen oder zersetzen sich in kurzer Zeit rückstandslos in der Natur. Aktuell werden Verpackungen aus Well- und Vollpappe bereits zu mehr als 85 Prozent werkstofflich recycelt – das bedeutet, dass sie nach Gebrauch erneut zu Verpackungen verarbeitet werden. Anders als bei kunststoffbasierten Mehrwegsystemen wird durch Rücktransport und Reinigung auch kein CO2 ausgestoßen“, sagt Björn Schumacher. „Dieses Potenzial nutzen wir, indem wir vorangehen und stetig neue branchenspezifische und nachhaltige Produkte entwickeln. So können wir langfristig Versorgungssicherheit bieten und ein verlässlicher Partner sein – jetzt und in Zukunft.“
Stand: 08.12.2025
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Ergänzendes zum Thema
Zeitleiste
1948 – Unternehmensgründung in Ebersdorf bei Coburg.
1957 – Kurt Schumachers Sohn Wulf übernimmt. Erster Handel mit Kartonagen.
1965 – Fokussierung auf Wellpappeverpackungen.
1970 – Erste Well- pappenanlage in Betrieb.
1999 – Akquisition der Firma F. Luce.
2000 – Bau des ersten Auslandswerks (Polen).
2009 – Björn und Hendrik Schumacher übernehmen das Ruder.
2012 – Aufstieg zum europäischen Player.
2015 – Erste Schritte im Digitaldruck.
2017 – Neues Standbein Copackaging.
2021 – Start des größten Innovationsprogramms: 700 Millionen Euro.
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation aufgrund des Ukrainekriegs und der stark gestiegenen Energiepreise ist es Schumacher Packaging im letzten Jahr (2022) gelungen zu wachsen. Der Verpackungshersteller reagierte im Krisenjahr flexibel und schnell und konnte so die Versorgung seiner Kunden gewährleisten. Dazu haben strategische Entscheidungen beigetragen, wie die Akquisition der Kartonfabrik Kaierde, die Mehrheitsbeteiligung am italienischen Wellpappen-Rohpapierhersteller Cartiere Modesto Cardella SpA und der Erwerb des Kartonagewerks Leipzig Land GmbH. „Die konsequente Erweiterung unserer Erzeugungs- und Verarbeitungskapazitäten stellt einen wichtigen Beitrag zur künftigen Sicherung der Versorgungslage des Marktes dar und ist Teil unserer Zukunftsstrategie“, erläutert Geschäftsführer Hendrik Schumacher.
And the next „big thing“? Die Ebersdorfer haben noch einiges im Köcher. So hat man kürzlich auf der E-Commerce Berlin Expo seine strategische Partnerschaft mit dem schwedischen Softwareanbieter Skrym bekanntgegeben, in deren Fokus die Reduktion von Gewicht, Volumen und Leerräumen bei papierbasierten Verpackungen im Onlinehandel sowie die Senkung von Emissionen in der gesamten Supply Chain steht. (bm)