Kommissioniertechnik

Anlagenbetreiber profitieren von ergonomischen Arbeitsplätzen

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Hartmann hatte im Vorfeld gemeinsam mit dem niederländischen Forschungsunternehmen TNO (Delft/Amsterdam) Anforderungen an die Anordnung und Ausführung des Kommissionierarbeitsplatzes definiert. Diese Anforderungen hat Förster & Krause umgesetzt und die entsprechenden Arbeitsplätze in den automatisierten Materialfluss der Kommissionierung integriert.

Die AKL-Behälter mit den Kartons, aus denen kommissioniert wird, werden am Arbeitsplatz von der automatisierten Förderstrecke auf eine Hubstation gefördert (im Bild 2 rechts). Deren Höhe wird jeweils selbsttätig so verstellt, dass sich die Oberkante des Kartons immer auf gleicher Höhe mit dem Bediener befindet. Die vorbereiteten Leerkartons werden auf eine kippbare Station gefördert, der Karton neigt sich also automatisch zum Bediener hin (Bildmitte).

Bildergalerie

Im Anschluss an die Inbetriebnahme hat Hartmann die Bewegungsabläufe der Bediener im Hinblick auf die Ergonomie überprüfen lassen. Dabei zeigte sich, dass besonders die Höhenanpassung der Kommissionierquelle an eine einheitliche Oberkante die Ergonomie des Arbeitsplatzes deutlich verbessert. Das Personal erzielt nachweislich eine hohe Pick-Leistung, ohne Skelett und Muskulatur über Gebühr zu strapazieren. Sowohl die zu kommissionierende Ware als auch die Ablagefläche im Karton befinden sich immer in ergonomischer, für den Bediener gut zu erreichender Position.

Leistung ergonomisch erbringen

Es ist sicherlich kein Zufall, dass diese beiden Beispiele aus dem Gesundheitswesen stammen: Hier kennen die Arbeitgeber sehr genau die Zusammenhänge von Ergonomie und Gesundheit am Arbeitsplatz. Aber auch Unternehmen aus anderen Branchen achten verstärkt darauf, die Grundsätze der Ergonomie vor allem bei wiederkehrenden Arbeitsabläufen zu beachten und die Mitarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes zu entlasten.

So hat Förster & Krause im Distributionszentrum der Remmers AG und ihrer Logistik-Tochtergesellschaft LLG zwölf Kommissionierarbeitsplätze eingerichtet, an denen die einzelnen Sendungen konsolidiert und verpackt werden. Die Komissionierer können die Unterstützung einer Vakuumhebeeinrichtung nutzen, wenn schwerere Gebinde an Farben zu verpacken sind. Auf diese Weise werden die Inhalte von bis zu 500 Behältern ergonomisch kommissioniert und Remmers kann das Versprechen der deutschlandweiten Belieferung innerhalb von 24 Stunden einlösen.

Beim Heben Drehung vermeiden

Die Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG, ein Hersteller von Schneidwaren aus Solingen, beauftragte Förster & Krause mit der Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses an einer Reinigungs- und Prüfstation für hochwertige Küchenmesser. Zu den Vorgaben gehörte es, dass die Werker keine Körperdrehung ausführen sollen, wenn sie die mit Messerklingen gefüllten Behälter heben. Daher wurde an der Reinigungstation ein Säulenschwenkkran mit Vakuumhebeeinrichtung installiert, mit deren Hilfe der Bediener die Behälter ohne großen Kraftaufwand palettiert.

(ID:42427110)