Ladungssicherung

Antirutschmatten sind das Zaubermittel der Ladungssicherung

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Ein großer Vorteil dieses RHM ist der Hohlraumanteil, der Verunreinigungen, Feuchtigkeit und Ähnliches auf der Ladefläche aufnehmen kann und deshalb im Gegensatz zu folienähnlichen oder RHM mit glatten Oberflächen nennenswerte Verluste des Gleitreibbeiwertes verhindert. Diese RHM sind für Mehrfachverwendungen geeignet, die Angaben zur Ablegereife des Herstellers müssen beachtet werden.

Antirutschmatten wirken auch bei Öl und Diesel

Auch bei mit Öl, Diesel oder Ähnlichem kontaminierten Ladungen haben Versuche bestätigt, dass es bei diesen Antirutschmatten zu nur geringen Verlusten des Gleitreibbeiwertes kommt. Allerdings sollten die RHM nach Kontakt mit diesen Stoffen nicht wieder eingesetzt werden.

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Generell sollten nur durch entsprechende Institute geprüfte RHM verwendet werden. Der Anbieter muss schriftliche Angaben zu Gleitreibbeiwert (etwa µ 0,6), Reißdehnung (mindestens 60%) und Zugfestigkeit (mindestens 0,6 N/mm²) vorlegen. Immer wieder tauchen auf dem Markt Billigprodukte auf, die nur geringe Reißfestigkeiten aufweisen und somit laut VDI 2700 nicht als RHM zugelassen sind.

Vorsicht bei nicht geprüfter Gummigranulaten

Der Hersteller BSW kennzeichnete seine RHM aus Regupol als erster mit farbigen (grünen und gelben) Materialbestandteilen. Dies hat den Vorteil, dass die Kontrollorgane direkt erkennen können, dass hier geprüfte Antirutschmatten eingesetzt werden und keine billigen, nicht geprüften Gummigranulatqualitäten. Diese Farbmarkierung ist von BSW geschützt und findet sich auch auf den Prüfberichten und Produktzertifikaten.

Elastische Gummimatten bestehen zum großen Teil aus Elastomeren. Durch elastische Materialien lassen sich verschiedene Weichheitsgrade erreichen, die je nach Ladegut einen positiven Einfluss auf die Ladungssicherung haben.

Verformungsmulde verstärkt Wirkung der Antirutschmatte

Denn eine Verformungsmulde, die durch den Druck der Ladung auf das elastische RHM entsteht, erschwert das Verrutschen der Ladung. Dünne Materialien bieten diesen Effekt nur in einem geringen Umfang. Die Materialstärke eines RHM sollte also immer so gewählt werden, dass nach Abzug der Verformungsmulde immer noch mindestens 70% Restmaterial vorhanden sind.

Im Übrigen schreibt die VDI 2700 Blatt 15 vor, dass die Größe der RHM und damit die Flächenpressung so gewählt werden muss, dass sich derartige RHM zu nicht mehr als 30% verformen dürfen. BSW bietet seinen Kunden diesbezüglich den Service, speziell auf die Ladung abgestimmte Druckbelastungsdiagramme zu erstellen.

Antirutschmatte muss Kontakt von Ladung und Ladungsfläche verhindern

Die Größe und Dicke der RHM ist so auszulegen, dass auch unter Belastung nie ein Kontakt der Ladung mit der Ladungsfläche möglich ist und dadurch der Gleitreibbeiwert durch Mischreibung beeinträchtigt wird. RHM aus Vollgummimaterial ohne Hohlraumanteil eignet sich besonders für schwere Lasten, scharfkantige Ladegüter, Stahltransporte, Betonstahlmatten sowie alle Palettenverladungen. Sie überzeugen mit hohen Gleitreibbeiwerten und sind für hohe Druckbelastungen ausgelegt.

Die Reißfestigkeit derartiger Produkte liegt rund drei Mal höher als bei RHM mit Hohlraumanteil. Für Schwerlasttransporte oder Kettenfahrzeuge, also bei allen Transporten, die eine hohe Reißfestigkeit und Druckbelastung der RHM erfordern, können solche Produkte zum Einsatz kommen.

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