Ladungssicherung Antirutschmatten sind das Zaubermittel der Ladungssicherung

Autor / Redakteur: Bernd Dziawer / Claudia Otto

Die Antirutschmatte ist ein relativ einfaches Produkt mit großer Wirkung. Eine Ladungssicherung nur mit Antirutschmatten ist zwar nicht möglich, doch ihr Einsatz reduziert die Anzahl der nötigen Zurrgurte erheblich. Für eine effektive Ladungssicherung muss allerdings die richtige Matte gewählt werden.

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Antirutschmatten reduzieren die erforderlichen Gesamtvorspannkräfte beim Niederzurren der Ladung. Bild: BSW
Antirutschmatten reduzieren die erforderlichen Gesamtvorspannkräfte beim Niederzurren der Ladung. Bild: BSW
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Begriff Antirutschmatte ist eher umgangssprachlich zu sehen, da sie das Rutschen der Ladung nicht verhindert, sondern nur hemmt. Die korrekte Bezeichnung ist rutschhemmendes Material, kurz RHM. Die Erfolgsgeschichte von RHM begann vor rund 25 Jahren bei Versuchen in einem Großunternehmen der Stahlindustrie. Schon dieses RHM bestand aus Gummifasern mit Hohlraumanteilen, das hervorragende Ergebnisse bei Versuchen auf schiefen Ebenen erzielte.

Immer größeres Augenmerk auf Ladungssicherung gelegt

Die Entwicklungsfirma dieses RHM war BSW, die das Material seither unter dem Markennamen Regupol vermarktet. Die Antirutschmatte war erfunden. Es sollte aber noch mehrere Jahre dauern, bis sich das RHM auf dem Markt etablieren konnte.

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Maßgeblich daran beteiligt war der Gesetzgeber durch Änderung der Rechtslage. Die Verantwortung, die bis dahin beim Fahrer lag, wurde nun auf den Fuhrunternehmer und den Verlader übertragen. Parallel entstand massiver Kontrolldruck, indem immer größer werdendes Augenmerk auf die Ladungssicherung gelegt wurde.

Kriterien für RHM mittlerweile gerichtlich anerkannt

Begleitet wurden und werden die Kontrollinstrumente der Polizei durch die Richtlinien VDI 2700 mit dem Blatt 9 und Blatt 15 sowie dem sich leider immer noch im Entwurf befindenden Blatt 14, worin Kriterien für die RHM festgelegt werden. Diese Richtlinien wurden im Laufe der Jahre durch verschiedene Urteile von Oberlandesgerichten untermauert und gelten heute in Deutschland als anerkannte Regeln der Technik.

Antirutschmatten aus Gummifasermaterial mit Hohlraumanteil sind das am häufigsten eingesetzte RHM in Deutschland. Sie sind besonders geeignet für schwere Lasten oder scharfkantige Ladegüter, Papiertransporte, Stahl- und Spanplatten, Betonstahlmatten sowie alle Palettenverladungen.

Antirutschmatten auch in Schwerlastausführung

Der Hersteller BSW bietet dieses RHM unter dem Namen Regupol auch in einer Schwerlastausführung an. Das besondere an der Schwerlastmatte Regupol 1000 LSE ist, dass sie in dieser Ausführung auch bei Temperaturen von -15 °C in NaCI-Lösung Gleitreibbeiwerte von µ = 0,6 erreicht (geprüft bei TUL-LOG GmbH in Dresden).

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