Fahrerlose Transportsysteme

Aus dem Lager in die Klinik – FTS optimieren die Prozesse

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Dort forscht Prof. Dr. Stefan Nickel an der Zukunft der Logistik im Krankenhaus. „Es liegt nun an den Krankenhäusern, die Optimierungspotenziale zu identifizieren und Ansätze zu entwickeln, mit welchen Organisationsstrukturen sie wirtschaftlich arbeiten können“, sagt der Wissenschaftler.

Fahrerlose Transportsysteme bieten Krankenhäusern zahlreiche Vorteile

Das sieht auch FTS-Mann Ullrich so. Die neuen Techniken bieten aus seiner Sicht den Krankenhäusern zahlreiche Vorteile:

  • Optimierung der Logistikabläufe
  • organisierter Materialfluss
  • zuverlässige und zeitgerechte Lieferungen im Sinne eines HACCP-Konzepts
  • automatische Verfolgung von Material
  • Reduzierung der Logistikkosten
  • Erhöhung der Sicherheit
  • keine Beschädigungen von Containern, Türen, Wänden oder Einrichtungen
  • Integration in bestehende Gebäude ohne Unterbrechung der Versorgung.

Doch es mangelt an vielen Stellen noch an Logistikern und Wissen. Das führt zu mehr Planungs- und Beratungsleistungen von außen und längeren Projektlaufzeiten. Gleichzeitig ist Anzahl der Anbieter im Gesundheitsmarkt im Vergleich zur Industrie deutlich geringer. Zu den prominentesten Unternehmen zählen unter anderem Swisslog, MLR System und DS Automotion. Dazu kommt: Die Intralogistiker bewerben sich mit ihren Produkten in einer öffentlichen Ausschreibung. Die Spielregeln sind da etwas anders.

Nichtsdestotrotz: Die Projekte sind vielversprechend und nehmen seit 2000 zu. „Nahezu alle Neu- und großen Umbauten in den großen Kliniken Europas und Nordamerikas werden mit FTS geplant. Bei den großen Anlagen liegt der Return on Invest bei etwa drei Jahren. Bestehende EHB-Anlagen sind nur schwer durch andere Schienensysteme ersetzbar; leichter gelingt dies mit FTS, weil das neue FTS am Boden in Betrieb genommen werden kann, während das alte System unter der Decke noch weiter laufen kann“, gibt Ullrich zu bedenken.

Fahrerlose Transportsysteme können leicht in Betrieb genommen werden

Auch das Universitätsklinikum Düsseldorf vertraut der Technik. Auf den magnetgeführten automatischen Gabelhubwagen vom Typ Phoenix R-0,3Mr werden Krankenhauscontainer transportiert. Diese sind 1330 mm lang, 720 mm breit und 1390 mm hoch und haben ein Gesamtgewicht von 250 kg.

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