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Kommissioniertechnik

Backwaren bei –24 °C kommissionieren

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Die Anlage ist auf weiteres Wachstum ausgelegt und modulare Erweiterungsmöglichkeiten in allen Lagerbereichen waren bereits Bestandteil der Logistikplanung von Witron. Zudem wird auch die sogenannte Backwaren-Konfektionierung, die bisher rein manuell abgewickelt wurde, mechanisiert. Das Projekt wurde von Witron von der Planung über die Realisierung, IT und Steuerung bis hin zur Inbetriebnahme als Generalunternehmer umgesetzt. Vom Witron-Tochterunternehmen FAS wurden die Mechanikkomponenten entwickelt und hergestellt. Wibond, ein weiteres Unternehmen aus der Witron-Firmengruppe, lieferte die tiefkühlgeeigneten Info-Terminals für die verschiedenen Logistikbereiche.

„Mit dem OPM-System arbeiten wir mit einer Kommissionierlösung, die auch in 20 Jahren den sich permanent ändernden Anforderungen unserer Kunden und Mitarbeiter gerecht wird“, ist sich Edna-Chef Meitinger sicher. „Bei der Suche nach dem richtigen State-of-the-Art-System hat mich Witron mit seinem Konzept und seiner Kompetenz im TK-Bereich sofort überzeugt. Schon nach dem ersten Besuch in Parkstein haben wir uns verstanden gefühlt. Sowohl von der technischen Seite als auch hinsichtlich der Firmenphilosophie.“ Witron als auch Edna sind beide inhabergeführte Familienunternehmen.

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Mehr Produkte bei gleichbleibender Arbeitsbelastung

Das vollständig automatisierte OPM trage dazu bei, dass die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im Logistikzentrum trotz stetig steigender Produktvielfalt nicht weiter zunehme. Vor allem von den ergonomischen Erleichterungen profitieren die Mitarbeiter bei ihrem Tätigkeiten deutlich. „Die Umgebungstemperaturen im TK-Bereich sind eine Herausforderung an Mensch und Technik. Und dennoch kommissioniert eine COM-Maschine bis zu 500 Handelseinheiten pro Stunde automatisch – diese Geschwindigkeit und Qualität ist rein manuell für einen Kommissionierer nicht zu schaffen“, erklärt Meitinger.

Die Tatsache, dass sich bei Edna die Kommissionierung in Wellen auf verschiedene Tag- und Nachtstunden verteilt, war ein weiterer Grund für den Einsatz von OPM. „Bei Tiefkühltemperaturen ist es nicht möglich, permanent Personal vorzuhalten und angepasst an den notwendigen Kommissionierzyklus wirtschaftlich einzusetzen“, so Norbert Meitinger. „Durch die Case Order Machines (COM) von Witron haben wir hier die notwendige Flexibilität und können zielgerichtet agieren.“

Dennoch spielt der Faktor Mensch für den reibungslosen Ablauf aller Prozesse eine sehr wichtige Rolle, denn „unsere eigenen Mitarbeiter sind für die Steuerung und Wartung der Anlage verantwortlich“, so Meitinger.

Order Picking Machinery (OPM) unterstützt sämtliche Auftragsvarianten

Witron hat das vom Wareneingang bis zum Warenausgang vollständig automatische Warenhandlingssystem OPM zur Bildung von kundenspezifischen Auftragspaletten entwickelt. Herzstück ist die automatische Beladung einer Auftragspalette mit Handelseinheiten verschiedenster Größe und unterschiedlichem Gewicht, was mit Hilfe der hochdynamischen Beladevorrichtung, der sogenannten Case Order Machine (COM), erreicht wird.

Nach Erfassung im Wareneingang werden die Paletten in ein automatisches Hochregallager eingelagert und von hier einem automatischen Lagendepalettierer zugeführt. Die meisten der bei Edna gelagerten 650 verschiedenen Produkte wie Brötchen in unterschiedlichsten Sorten, Brezeln, Baguettes oder Süssteile kommen aus der eigenen Produktion am Standort. Daneben gibt es noch verschiedenste Handelswaren. Immerhin rund 100 Lieferanten weltweit bringen ihre Produkte nach Brehna.

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