Ladungsträger

Behältermanagement und Reinigung aus einer Hand

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Abspritzen mit dem Dampfstrahler genügt oft nicht

Vom Grundsatz kann man Transportbehälter natürlich im eigenen Unternehmen reinigen. Doch mit dem schnellen Abspritzen der Ladungsträger mittels Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler ist es nicht getan – schon gar nicht, wenn die Behältnisse für den Transport von Lebensmitteln eingesetzt werden sollen.

Der Grund: Im Lebensmittelbereich ist ein sogenanntes HACCP-System (Hazard Analysis and Critical Control Points) gemäß VO (EG) 852/200 vorgeschrieben.

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Die Gesetzgebung verpflichtet damit jeden Nahrungsmittelproduzenten, nur solche Erzeugnisse anzubieten, die in keiner Weise nachteilige Einflüsse auf die Gesundheit des Verbrauchers ausüben. Diese Anforderung soll mit der Anwendung des strukturierten HACCP-Verfahrens sichergestellt werden. Auch Zulieferer der Lebensmittelindustrie können verpflichtet sein, eine Zertifizierung nach HACCP nachzuweisen. Dazu gehören neben den Herstellern von Maschinen und Anlagen für die Lebensmittelproduktion auch die Hersteller von Lebensmittelverpackungen.

Verschmutzte Ladungsträger können Transportgut beschädigen

Aber auch in der Industrie steigen die Ansprüche, was die Sauberkeit der Transportmittel betrifft. Schließlich können verunreinigte Behälter die damit transportierten Produkte verschmutzen oder im schlimmsten Falle sogar beschädigen. Was nutzt eine aufwendige Sauberraumproduktion – etwa bei Herstellung elektrischer oder elektronischer Komponenten für den Automotive-Bereich –, wenn die empfindlichen Bauteile wegen verunreinigter Mehrwegbehälter verschmutzt beim Abnehmer ankommen?

Darüber hinaus spart die regelmäßige professionelle Reinigung der Ladungsträger Zeit und Geld – vorausgesetzt, man investiert in geeignete Reinigungstechnik. Da genau das aber nicht zum Kerngeschäft eines Fertigungsunternehmens gehört, hat sich rund um den Mehrwegbehälter ein Dienstleistungsmarkt etabliert, der von der Reinigungsleistung als solcher bis hin zur kompletten Behälterlogistik reicht.

Wasto-Pac absolviert erfolgreich HACCP-Audit

Dass mit der Reinigung von Transportbehältern Geld zu verdienen ist, hat Walter Ahn, Gründer und Geschäftsführer der Wasto-Pac GmbH, Erftstadt, schon früh erkannt. Die Rheinländer reinigen die angelieferten Paletten und Transportverpackungen aus Kunststoff in ihrer Limex-Anlage – die Wasto-Pac übrigens auch vertreibt – oder kommen bei entsprechend hohem Aufkommen mit der Anlage zum Kunden, wo dann das Wasto-Pac-Fachpersonal die fachmännische Reinigung der Ladungsträger übernimmt. Das Erftstadter Unternehmen hat 2013 erfolgreich das HACCP-Audit für den Bereich der Reinigung von Paletten und Behältern absolviert und auch das Kontrollaudit am 6. Februar 2014 bestanden.

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