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Steuerung und Elektronik sollten ausgetauscht werden
Üblicherweise zeigt sich, dass der Stahlbau der bestehenden HRL durchaus noch brauchbar ist, angefangen bei den Regalsäulen, -traversen oder -gefachen bis hin zu den Masten der RBG. Als völlig überholt zeigen sich allerdings in aller Regel Elektronik, Antriebstechnik und Anlagensteuerung. Funktionstüchtige Ersatzteile, sofern überhaupt noch erhältlich, werden jedoch oft zu Liebhaberpreisen gehandelt und rechtfertigen nur selten den Erwerb oder gar Einbau.
Außerdem ist es unabdinglich, dass sämtliche für die Lagerautomatisierung eingesetzten Komponenten anstandslos miteinander kommunizieren können und daher die gleiche „Sprache“ beherrschen müssen. Eine Anpassung aller automatisierten Lagerbereiche zum Beispiel auf die aktuelle Siemens-S7-Technik und ein übergeordneter Materialflussrechner lösen das Problem – nicht unbedingt kostengünstig, aber effektiv und auch erst einmal nachhaltig.
Da solche Umstellungen schon eine gewisse Zeit brauchen und meist an Wochenenden oder zu Zeiten erledigt werden, zu denen nicht gearbeitet wird, setzen erfahrenen Unternehmen wie zum Beispiel SSI Schäfer Spezialadapter ein, mit denen Anlagen schnell vom Test- und Installationsbetrieb mit der neuen auf den Normalbetrieb mit der alten Steuerung umgeschaltet werden kann.
Sensorik meist wenig anfällig gegen Verschleiß
Weniger verschleißanfällig ist normalerweise die Sensorik in einer bewegten Regalanlage. Die kann meist belassen werden. Was der Modernisierer gerne macht, ist – je nach RBG-Typ – der Einbau neuer Wegmesssysteme, mit denen per Laser die Wege auf der X- und auf der Y-Achse bestimmt werden.
Aufwändig und in der Planung oft vernachlässigt sind die Brandschutzregeln, die jedoch vom Bauherrn unbedingt eingehalten werden müssen. Gerade bei Lagererweiterungen kommt es immer wieder vor, dass regaltechnisch völlig andere Profile oder gar Architekturen zum Einsatz kommen.
Pläne der Altanlage – falls überhaupt vorhanden – taugen da recht wenig als Grundlage für den Neubau. Der routinierte Regalbauer kennt das Problem und kann sich in aller Regel gut auf solche Situationen einstellen.
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