Retrofitting

Bei einer Lagererweiterung treffen alte auf neue Komponenten

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Apropos Pläne: Immer wieder berichten Lagermodernisierer von den Problemen, die durch fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Dokumentationen hervorgerufen werden. Diese Nachlässigkeiten der Lagerbetreiber können ziemlich teuer werden, da der Auftragnehmer oft sehr viel Zeit aufwenden muss, um sich Daten bezüglich der Regal- und RBG-Statik, der RBG-Antriebstechnik oder sonstige notwendige Informationen zu beschaffen.

Hochregallager mit Dachluken erleichtern Zuführung der neuen Regalbediengeräte

Werden Lagererweiterungsprojekte an einen Generalunternehmer vergeben, wird der auch wissen, dass hinsichtlich der Materialflusssteuerung darauf geachtet wird, dass Fördertechnik und Brandschutztore miteinander verschaltet werden müssen. So dürfen beispielsweise keine beladenen Paletten zwischen zwei Toren eingesperrt werden, sondern nach Möglichkeit erst aus der Gefahrenzone gefahren werden.

Spektakulär gestaltet sich im Allgemeinen das Einbringen neuer Regalbediengeräte, ob als Ersatz für alte oder für die Lagererweiterung in einem bereits bestehenden Gebäude. Denn meist sind die Lager derart verbaut oder raummäßig so effizient genutzt, dass ein Transport auf normalem Wege durch Tür oder Tor zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist.

Kran für das Handling der Regalbediengeräte muss stabil verankert sein

Die Lösung lautet: Alles Gute kommt von oben. Viele Unternehmen – so gesehen im Volkswagenwerk in Wolfsburg oder bei der Wepa-Papierfabrik in Mainz – haben in weiser Voraussicht ihre Hochregale mit relativ leicht zu öffnenden Luken ausgestattet. Durch die können dann vergleichsweise bequem RBG auch größerer Kaliber ins HRL eingebracht werden.

Vorausgesetzt, man benutzt einen Mobilkran, dessen Arm etwa 20 bis 30% länger als das Gebäude hoch ist. Und: Es empfiehlt sich darauf zu achten, dass der Grund, auf dem der Kran eingesetzt wird, ein fester ist.

Das Einbringen der RBG-Teile durch das Dach ist meist Millimeterarbeit. Sind jedoch Fahrwerk, Mast, Hubwerk und Hubwagen erst einmal im Gebäude, ist mit des Kranes Hilfe auch die zumindest physisch spektakulärste Aufgabe gelöst.

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