Kombinierter Verkehr Umschlagbahnhof Ulm-Dornstadt verdoppelt Ladekapazitäten

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Die Deutsche Bahn erweitert den Umschlagbahnhof Ulm-Dornstadt , einen zentralen Bestandteil des Verkehrskorridors Rhein-Donau. Auf knapp 80.000 Quadratmetern entsteht ein neues Umschlagmodul.

Die Inbetriebnahme des zweiten Umschlagmoduls mitsamt dem elektronischen Stellwerk ist bis 2028 geplant.(Bild:  Drees & Sommer)
Die Inbetriebnahme des zweiten Umschlagmoduls mitsamt dem elektronischen Stellwerk ist bis 2028 geplant.
(Bild: Drees & Sommer)

Durch die Verlagerung des Warentransports auf die Schiene im Umschlagbahnhof Ulm-Dornstadt auf dem Verkehrskorridor Rhein-Donau lassen sich nach Angaben der Deutschen Bahn jährlich über 12.700 Tonnen CO2 einsparen. Das zweite KV-Terminal lässt die Umschlagkapazität in Ulm-Dornstadt auf 300.000 Ladeeinheiten jährlich anwachsen. Für die Projektsteuerung ist das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer aus Stuttgart zuständig. Wie es heißt, soll die neue Anlage bis 2028 in Betrieb gehen.

22,4 Millionen Lkw-Kilometer können von der Straße auf die Schiene verlagert werden, das bringt eine Einsparung von rund 6,8 Millionen Liter Diesel sowie 16.790 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur DB AG

Am Umschlagbahnhof Dornstadt-Ulm fahren derzeit täglich bis zu 14 Güterzüge an und ab – Tendenz steigend. Doch mit dem wachsenden Bedarf an umweltfreundlicheren Transportwegen will die Deutsche Bahn die Kapazitäten im kombinierten Verkehr (KV) weiter ausbauen.

Weniger Lärm trotz vier neuer Umschlaggleise

Neben dem bestehenden Terminal entsteht deshalb jetzt ein neues Modul mit vier zusätzlichen Umschlaggleisen, drei vollautomatisierten Kranen, fünf Abstellspuren zur umschlagbedingten Zwischenabstellung von Containern sowie je eine Fahr-, Lade- und Rückfahrspur. Die Investitionskosten in Höhe von 148 Millionen Euro werden, wie es heißt, neben der Deutschen Bahn auch vom Bund und der EU getragen. DB-Infrastruktur-Vorstand Huber: „Mit dem Ausbau des Terminals in Dornstadt schaffen wir mehr Verladekapazität und verlagern Güterverkehr von der Straße auf die Schiene, damit Güter lediglich auf der letzten Meile durch Lkw transportiert werden müssen.“

Um die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten, setzt die DB gezielte Maßnahmen ein. „Die Krane arbeiten mit der sogenannten Soft-Landing-Technologie: Automatisierte Laserscanner steuern die Geschwindigkeit der Krane beim Absetzen der Container. So kann der Lärm beim Verladen der Ware deutlich reduziert werden, wovon vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner profitieren“, erklärt DB-Projektleiter Andreas Witzel.

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