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Die Supply Chain soll für Renault punkten

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Konstant hoher Servicestandard bei reduziertem Lagerbestand

Seit 2009 konzentriert sich Renault darauf, den Cashflow zu verbessern und eine flexible Lieferkette zu schaffen – anstatt einer starren, wenngleich hocheffizienten Lieferkette. Für sein Ersatzteilgeschäft startete der Autobauer ein Projekt, das einen konstant hohen Servicestandard sichern, zugleich aber die Lagerbestände reduzieren sollte.

Um die Anbieter und ihre jeweiligen Softwarelösungen zur Supply-Chain-Optimierung zu beurteilen, wandte Renault eine präzise Methode an: „Wir setzten eine unternehmensweite Scorecard ein, an deren Anfang die wichtigsten geschäftlichen Anforderungen stehen“, erklärt Danré. „Wir haben verschiedene Softwareentwickler befragt und ein Proof-of-Concept entwickelt, um ihre Antworten zu überprüfen. Zwei Unternehmen haben es in die engere Auswahl geschafft. Mit ihnen haben wir einen abschließenden Leistungstest organisiert, mit dem wir sicherstellen wollten, dass sich die Supply-Chain-Lösung problemlos in unsere IT-Umgebung integrieren lässt.“

Am Ende hat sich Renault für vier Softwaremodule von JDA entschieden: JDA Demand zur Nachfrageplanung, JDA Fulfillment zur Auftragsdurchführung, JDA Monitor für das Alarm- und Störfall-Management und JDA Reporting zur Erstellung von Auswertungen und Analysen. „Die Robustheit der Software war für uns ein wichtiges Thema“, berichtet Danré. „Wir wollten eine Software, die unsere großen Artikelmengen managen konnte. Und wir wollten einen Partner, der dazu in der Lage war, uns auf der ganzen Welt zu unterstützen.“ Auch die Innovationsorientierung von Renault spielte eine wichtige Rolle. „JDA hat Lösungen, die im Einzelhandel sehr berühmt sind. Wir wollten die besten Ansätze aus dem Retailbereich auf unsere Ersatzteillogistik übertragen“, schildert Danré. „Wir wollten den großen Durchbruch schaffen, und zwar schnell.“

JDA-Logistikmanagement-Lösungen werden für 200.000 Artikel schrittweise eingeführt

Einer der Ansätze, um das Projektrisiko zu minimieren, bestand für Renault darin, die JDA-Logistikmanagement-Lösungen für seine 200.000 Artikel schrittweise einzuführen. „Zuerst haben wir einen Piloten implementiert, um alle Beteiligten davon zu überzeugen, dass die JDA-Lösungen zuverlässig arbeiten und dass sich die erwünschten Einsparungen so realisieren lassen“, erinnert sich Projektleiter Danré. „Das Feedback der Nutzer war uns sehr wichtig. Nach drei Monaten haben wir dann die JDA-Lösungen implementiert und mit unseren anderen Systemen kombiniert. So hatten wir die Funktionalität, die wir brauchten, um 70 % aller Ersatzteile zu unterstützen. Zugleich haben wir am Change Management gearbeitet – ebenfalls eine große Herausforderung.“

Renault hatte sich dazu entschieden, die beiden Systeme, das Altsystem und die neue JDA-Lösung, zunächst parallel zu nutzen. „Wir haben die JDA-Lösungen dann nach und nach um weitere Ersatzteile angereichert – anfangs sehr langsam, mit nur 50 neuen Artikeln pro Monat“, so Danré. „Aber nachdem viele Kollegen das neue System bereits ausprobierten und auch der Support gut funktionierte, haben wir unsere Strategie angepasst und bis zu 10.000 Ersatzteile monatlich eingepflegt.“

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