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Drohende Rohstoffengpässe rechtzeitig abwenden

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Der Anteil der Unternehmen, die deutlich negative Auswirkungen aufgrund von Vorteilen von Konkurrenten registrieren, ist in dieser Gruppe doppelt so hoch wie bei Unternehmen, denen mindestens drei Lieferquellen von metallischen Rohstoffen zur Verfügung stehen. Insgesamt geben lediglich 6 bis 7 % der Unternehmen an, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit gar nicht von Wettbewerbsvorteilen anderer Unternehmen beeinflusst wird. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen, die auf Metallrohstoffe angewiesen sind, ist demnach schon bei der Rohstoffbeschaffung messbaren Nachteilen gegenüber Konkurrenten ausgesetzt.

Rohstoffreiche Länder profitieren nicht nur von niedrigeren Preisen

„Die Versorgungsrisiken für unsere Unternehmen entstehen vor allem durch den weltweit steigenden Rohstoffbedarf und die Marktmacht rohstoffreicher Länder, die diese teilweise mit Exportbeschränkungen zementieren“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der VBW – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.. Rohstoffreiche Länder profitieren laut VBW von günstigeren Einkaufspreisen, fehlenden Handelsauflagen, geringeren Transportrisiken und einer stärkeren staatlichen Unterstützung.

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Die IW Consult ermittelt, als Beratungsunternehmen im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, für die VBW regelmäßig einen Rohstoff-Risiko-Index, der 45 ausgewählte Rohstoffe nach ihrer Kritikalität beurteilt. Die Versorgungsrisiken für die Rohstoffe werden anhand acht quantitativer und qualitativer Indikatoren eingeschätzt (siehe Kasten "Bewertung von Rohstoffrisiken"). Somit sind im Index sowohl harte Fakten in Form von Kennzahlen als auch nicht direkt messbare Einflüsse auf die Rohstoffversorgung mittels Experteneinschätzung abgebildet. Jeder Indikator wird auf eine einheitliche Skalierung transformiert und mit einem individuellen Gewicht belegt.

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