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Rohstoffe

Drohende Rohstoffengpässe rechtzeitig abwenden

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Das Augenmerk von Wirtschaft und Politik ist daher auf die Versorgungssicherheit und damit die Liefer- und Preisrisiken gerichtet. Wilken rät: „Unternehmen müssen die Preisentwicklung genau beobachten, um Rohstoffe nicht zu einem Preispeak zu kaufen und dadurch Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen zu haben, die zu einem anderen Zeitpunkt gekauft haben.“

Bei Eisenerz, Flussspat, Gallium, Germanium, Indium, Osmium, Platin, Palladium und seltenen Erden fällt bei der Betrachtung der Bergwerksförderung seit den 60er Jahren die Konzentration auf ein Land auf, nämlich China. Auch bei Antimon ist eine Konzentration der Bergwerksförderung auf China zu beobachten. „Ebenso ist China bei Wolfram dominierend“, sagt Wilken. „Die Abhängigkeit von einem Anbieter könnte zu Problemen führen. Aufgrund der Marktmacht der Chinesen könnte es zu Lieferengpässen kommen“, warnt die Rohstoffexpertin. Insbesondere bei Wolfram können Wetbewerbsverzerrungen durch Chinas Exportquoten auftreten. So baue die Volksrepublik eine gesamte Wertschöpfungskette für Wolfram auf, wie Wissenschaftlerin berichtet.

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Effizienten Rohstoffeinsatz und neue Recyclingkonzepte vorantreiben

Den Ergebnissen der VBW-Umfrage zufolge sind sich die Unternehmen darüber bewusst, dass Lieferengpässe bei wichtigen Rohstoffen ihre Wettbewerbsfähigkeit beschränken. Sie setzen daher auf langfristige Lieferverträge, die Diversifizierung ihrer Lieferanten sowie auf die Steigerung der Materialeffizienz. VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont in diesem Zusammenhang: „Da die Verfügbarkeit wichtiger, weltweit konzentrierter Rohstoffe immer mehr zum strategischen Instrument einzelner Förderländer wird, ist hier auch die Politik gefordert. Die Bundesregierung muss sich für den Abbau von Ausfuhrbeschränkungen stark machen und Partnerschaften zu Rohstoff exportierenden Ländern weiter ausbauen.“

Ferner müsse die staatliche Grundlagenforschung für Substitute und effizienteren Rohstoffeinsatz intensiviert werden. Es sei eine vordringliche außenpolitische Aufgabe von EU, Bund und Ländern, die Rohstoffmärkte weiter zu erschließen und offen zu halten. Zudem müssten in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zukunftssichere Recyclingkonzepte entwickelt werden. Denn ein Versorgungsengpass könne ganze Wertschöpfungsketten lahmlegen und damit enormen Schaden anrichten. MM

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