Lagerführungssystem

E+P ermöglicht flexible Prozesse im Multi-User-Warehouse von Simon Hegele

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In den fünf Bereichen des neuen Logistikzentrums in Raunheim befindet sich ein Hochregallager mit 47.000 Palettenstellplätzen. Im automatischen Kleinteilelager ist aktuell Platz für 55.000 Eurobehälter. Bei Bedarf kann die Kapazität hier verdoppelt werden. Blocklagerflächen und Langteilelager für größere Artikel gehören genauso zur Ausstattung des Logistikzentrums wie ein Kühlcontainer, in dem bei Temperaturen zwischen 4° C und 8° C sensible Artikel lagern. Über LFS wird außerdem die Software des zertifizierten offenen Zolllagers gespeist. Im Schnitt werden täglich 2.000 Aufträge per MDE kommissioniert. In Raunheim ist jedoch kein Tag wie der andere. Die Zahl der Aufträge variiert um bis zu 40 %. „Jeder Tag hat seine eigene DNA, darauf müssen wir flexibel reagieren können“, so Schmitz.

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Mit dem Lagerführungssystem ist das gelungen. LFS führt von der Einlagerung bis zu den Verladetoren alle Prozesse und stimmt diese intelligent aufeinander ab. „Noch im laufenden Betrieb musste damals ein Release-Wechsel auf die LFS-Version 7 vorgenommen werden“, weiß Stefan Meyer, Projektleiter bei E+P. „Ansonsten wäre die Inbetriebnahme des neuen automatischen Kleinteilelagers nicht möglich gewesen. Das war eine Herausforderung, die wir aber letztendlich gemeinsam gut gemeistert haben.“

Mehrmandantenfähigkeit von LFS

Jeder Simon-Hegele-Kunde wird in LFS als Mandant angelegt. Am Wareneingang gibt es sowohl kundenindividuelle als auch -übergreifende Eingänge. Über die ERP-Systeme der einzelnen Kunden werden Bestellungen erfasst und anschließend über Schnittstellen in LFS als Aufträge übergeben. Durchschnittlich 40 bis 60 % der Aufträge gehen am Nachmittag ein. Je nach Tageszeit und Auftragsmenge steuert LFS deshalb die Art der Kommissionierung: Bei großen Auftragsmengen erfolgt eine mandantenbezogene Kommissionierung. Die Mitarbeiter im Lager kommissionieren nun exklusiv nur für einen Kunden. Je nach Auftragslage ist aber auch mandantenübergreifendes Multi-Order-Picking möglich und notwendig. Kleinteilige Aufträge, die aus nur wenigen Artikeln bestehen, kommen direkt in ein Durchlaufregal und werden anschließend verpackt. Diese „Schnellkasse“ spart bei dringenden Aufträgen wertvolle Zeit. Auch im Warenausgang zeigt sich die Flexibilität von LFS. Es gibt zwei Möglichkeiten der Verpackung: In Halle 3 verpackt ein automatisierter Ausgang die Waren und stellt sie versandfertig bereit. Je nach Größe der Produkte gibt es darüber hinaus einen individualisierten Warenausgang für besonders große und sperrige Produkte.

Immer wieder neue Anforderungen

„LFS ist für uns mehr als nur IT, die unterstützt. Das Lagerführungssystem ist ein absolut integraler Bestandteil unseres Erfolgs“, sagt Schmitz. „Die Software ist ein wichtiger Faktor zur Erfüllung der Rahmenbedingungen, die wir unseren Kunden Tag für Tag garantieren.“ Für die Experten von E+P ist das Projekt längst nicht abgeschlossen, wie Projektleiter Stefan Meyer berichtet: „Es gibt immer wieder neue Mandanten – dadurch verändern sich auch immer wieder die Anforderungen.“

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