Sustainability Holzpackmittel bewusst als mobile Kohlenstoffspeicher begreifen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Morgen ist Erdüberlastungstag – schon wieder. Der 24. Juli ist der Tag im Jahr 2025, bis zu dem die Menschen alle Ressourcen der Erde verbraucht haben, die sie innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Die Branche der Holzpackmittelhersteller zeigt auf, wie das gelingen kann.

Egal ob als Palette, Kabeltrommel oder Holzkiste: Die Weltwirtschaft ist auf dem nachwachsenden Rohstoff Holz gebaut.(Bild:  HPE)
Egal ob als Palette, Kabeltrommel oder Holzkiste: Die Weltwirtschaft ist auf dem nachwachsenden Rohstoff Holz gebaut.
(Bild: HPE)

Im Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) sind über 430 überwiegend inhabergeführte Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie auf Bundes- und europäischer Ebene zusammengeschlossen. Anlässlich des diesjährigen Erdüberlastungstags weist die Lobbyvereinigung auf die Wichtigkeit von Lösung hin, die diese Situation im Blick haben und auf Kreisläufe setzen – und zeigt auf, wie das anhand von Paletten und Transportkisten funktionieren kann. Denn beinahe alles, was Menschen im Supermarkt kaufen, im Internet bestellen oder in ferne Länder verschiffen, steht zumindest zeitweilig auf Holzpaletten oder ist in Exportkisten aus Holz verpackt. Der HPE weist explizit darauf hin, dass die Logistikbranche damit auf einen nachwachsenden Rohstoff setzt.

Der Erfolg von in Deutschland hergestellten Paletten und Kisten aus Holz ist: Holz als Ursprungsmaterial stammt aus nachhaltiger Waldwirtschaft.

Marcus Kirschner, HPE-Geschäftsführer

Holzpaletten sind belastbar, leicht wiederzuverwenden und einfach zu reparieren. Je länger der Ladungsträger verwendet werde, umso länger bleibe auch das im Holz gebundene Kohlenstoffdioid (CO2) gespeichert, so der HPE-Geschäftsführer Kirschner.

Nachhaltige Waldwirtschaft schon uralt

Für die Herstellung von Paletten und Exportverpackungen verwenden deutsche Hersteller überwiegend Holz aus heimischen und europäischen Wäldern. Das hat gleich zwei Vorteile: Die Transportwege vom Wald zur Produktion bleiben kurz – und das Holz stammt aus kontrolliert nachhaltiger Bewirtschaftung, wie es der Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz aus dem sächsischen Freiberg, der als Begründer des Nachhaltigkeitsprinzips gilt, schon 1713 in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ beschrieben hat.

„In Deutschland darf dem Wald nur so viel Holz entnommen werden, wie auch nachwächst. Das funktioniert so gut, dass die Waldfläche sogar stetig wächst“, so Lobbyist Kirschner. Viele Holzpackmittelhersteller sind zudem mittelständische Betriebe, die sich oftmals auch im Familienbesitz befinden. Sie sind eng in ihrer Region verwurzelt und arbeiten häufig mit lokalen Waldbesitzern oder Sägewerken zusammen. Nachhaltigkeit ist ihnen daher besonders wichtig.

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