Frischelogistik

European Food Network im Aufwind

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Von anderen Big Playern der europäischen Lebensmittellogistik unterscheidet sich das EFN zum einen hinsichtlich seiner Größe: Mit 13 Partnern und neun Korrespondenten (Unternehmen, die langfristig den Partnerstatus anstreben) werden 29 Länder über regelmäßige Linienverkehre bedient. Damit ist das EFN flächenmäßig das größte Transportnetzwerk für Lebensmittel in Europa. „Ein weiteres Spezifikum ist unser IT-Set-up mit der damit verbundenen Ausstattung der Transportprodukte“, erklärt Alfred Miller. „Die Kunden erhalten auch im Ausland definierte Informationsleistungen zu ihren Sendungen; zu allen grenzüberschreitenden Sendungen sind online Statusrückmeldungen und elektronische Ablieferbelege verfügbar.“ Schließlich betont der Food-Logistik-Experte das Synergiepotenzial der Kooperation. Lebensmittelnetzwerke funktionierten nur ab einer kritischen Masse effizient und profitabel. Da jeder Partner im Netzwerk bereits ein hohes Bündelungspotenzial in seinem Netz aufweise, die lokalen Gegebenheiten bestens kenne und meistere, reise jede neu hinzukommende Importsendung sehr zuverlässig und kostengünstig auf der letzten Meile.

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Grenzüberschreitend standardisierte Transportprodukte

Die Supply Chain des EFN zeichnet sich durch standardisierte operative Prozesse aus und erfordert auch in Einbeziehung der IT, kultureller Unterschiede, firmenphilosophischer Eigenheiten und individueller strategischer Unternehmensziele einiges an integrativer Kraft. Durch ein umfassendes Agreement sind die Partner miteinander verbunden. So soll eine gleichbleibend hohe Qualität bei grenzüberschreitenden Stückguttransporten sichergestellt werden. Ein Kernbestandteil des Regelwerkes ist die Einführung und Weiterentwicklung grenzüberschreitend standardisierter Transportprodukte unter dem Namen „vivengo“. Darunter subsummiert sind drei Produktlinien: „vengospeed“, „vengofix“ und „vengoflex“. Sie stehen für feste Laufzeiten und definierte Informationsservices. Die kürzeste Laufzeit zwischen Abholung in Deutschland und Zustellung in Spanien beträgt demnach zum Beispiel zwei Tage.

Was das eigene Wachstum in den ersten drei Jahren seines Bestehens angeht, sieht sich das EFN auf gutem Kurs. So wuchsen die Exporttonnagen mit Sammelgut im Netzwerk in 2015 im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 %.

Internationale Perspektive und intensiver Gedankenaustausch

Gemeinsam ist man stark: Die vorher national tätigen Partner gewinnen durch ihre Mitgliedschaft neue Geschäftsperspektiven und die Möglichkeit, wirklich europaweit tätig zu werden. Vielen von ihnen hatten zuvor in puncto Exportsammelgut bis auf vereinzelte Auslandsrelationen kaum etwas anzubieten. Unter den Partnern findet zudem ein intensiver Gedankenaustausch statt, sodass das Netzwerk durch die vielen Kontakte noch belastbarer wird. Alfred Miller: „Die Partnerschaft ist ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt für uns. Mit der Ausweitung von ,vivengo‘ auf diese Schlüsselmärkte werden wir uns als führendes Partnernetzwerk für innereuropäische Lebensmitteltransporte weiter etablieren.“ ■

* Frank Zscheile ist freier Journalist in München. Nähere Informationen: Dachser SE, 87439 Kempten, Tel. (08 31) 59 16-0, info@dachser.com

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