Lean Management Fertigungsprozesse verbessern mit der Wertstromanalyse

Autor / Redakteur: Robert Kuttler / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Globaler Wettbewerbs- und Kostendruck, zunehmende Variantenvielfalt und immer kürzere Lieferzeiten — um Erfolg zu haben, müssen Unternehmen in der Fertigungsindustrie ihre Ressourcen optimal nutzen. Das setzt einen effizienten Materialfluss voraus.

Firmen zum Thema

Bild 1: Im Rahmen getakteter Versorgungsprozesse transportiert der Routenzug vorkommissionierte Ladungsträger bedarfsgerecht an definierte Verbrauchsstellen.
Bild 1: Im Rahmen getakteter Versorgungsprozesse transportiert der Routenzug vorkommissionierte Ladungsträger bedarfsgerecht an definierte Verbrauchsstellen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Materialfluss als Kostenfaktor birgt erhebliche Rationalisierungspotenziale. Diese hat IFP Consulting in jahrelanger Projekt- und Simulationsarbeit identifiziert. Durch effiziente Abläufe und die Vermeidung von Fehlern können Unternehmen ihre innerbetrieblichen Logistikkosten deutlich senken. Weitere positive Folgen sind ein beschleunigter und störungsfreier Produktionsablauf sowie eine verbesserte Kapazitätsauslastung, verkürzte Durchlaufzeiten und eine reduzierte Kapitalbindung aufgrund geringerer Lagerbestände.

Komplexe Wertschöpfungsketten schwer zu rationalisieren

Doch all dies in einem Umfeld mit gewachsenen und immer komplexeren Wertschöpfungsketten zu erreichen, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Oftmals fehlt es ihnen an einer ganzheitlichen Betrachtung des Themas. IFP Consulting unterstützt Firmen in der Optimierung ihrer Materialflüsse und setzt hierzu im Rahmen der Ideal- und Realplanung ein eigens entwickeltes Layout- und Materialflussoptimierungssystem ein. Es ermöglicht die detaillierte Materialflussanalyse und Gestaltung von Layouts nach sämtlichen materialflussoptimierten Gesichtspunkten.

Bildergalerie

Im ersten Schritt führt IFP Consulting dafür alle relevanten Daten, die den Materialstrom beeinflussen, in einer Datenbank zusammen: Typische Planungsdaten sind beispielsweise das zu produzierende Artikelspektrum, Produktstrukturen (Stückliste), Arbeitspläne, Materialbedarfe, Materialstammdaten, Ausnahmen und auch Informationen über vorhersehbare Zukunftsprojekte.

Besonders wichtig ist zudem, die Schnittstellen zu den Lieferanten in die Betrachtung einzubeziehen. Durch die Anwendung einer zentralen Datenbank können unterschiedliche Projektteams auf den gleichen Datenbestand zugreifen. Das erhöht deutlich die Planungsgenauigkeit und senkt die Fehlerquote.

Visualisierung der Materialströme auf Basis des Datenmaterials

Auf der Basis dieses Datenmaterials können die einzelnen Fertigungsprozesse der Produkte und die innerbetrieblichen Materialströme in Bezug auf Volumen und Transporthäufigkeit detailliert visualisiert werden. Ziel ist es, einerseits die Maschinen optimal anzuordnen und andererseits durch eine Optimierung der Transportwege die Aufwände zu reduzieren. Darüber hinaus ermöglichen die Planungsdaten die Berechnung der Logistikkosten und unterstützen damit wesentlich die Entscheidung für das wirtschaftlichste Layout- und Materialflusskonzept.

(ID:360101)