Automatisierung Güter ohne Lokomotive im Werksbahnbetrieb transportieren

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Bundesprogramm Zukunft Schienengüterverkehr (Z-SGV) des Verkehrsministeriums steht hinter einem Pilotprojekt zum automatisieten Güterverkehr auf dem Werksgelände der Hansebahn Bremen (HBB). Die HBB organisiert und führt dort schienengebundene Transporte auf einer Gleisinfrastruktur von 100 Kilometern durch.

Mithilfe der magnetischen Schienentechnologie von Nevomo transportieren Güterwaggons Stahlcoils ohne Lokomotiven und unter Nutzung von bestehenden Fahrzeugen und Schieneninfrastruktur.(Bild:  Bremag)
Mithilfe der magnetischen Schienentechnologie von Nevomo transportieren Güterwaggons Stahlcoils ohne Lokomotiven und unter Nutzung von bestehenden Fahrzeugen und Schieneninfrastruktur.
(Bild: Bremag)

Die Hansebahn Bremen GmbH (HBB) ist ein Joint Venture des Schienenlogistik-Spezialisten Captrain Deutschland und des Stahlunternehmens Arcelormittal Bremen. Ein gemeinsames Pilotprojekt zwischen der HBB und Nevomo, dem europäischen Marktführer im Bereich der magnetischen Schienentechnologie, ermöglicht mithilfe Nevomos Magrail-Booster-Technologie jetzt den Gütertransport ohne Lokomotive im Bremer Werksbahnbetrieb. Ziel: Die Einführung des weltweit ersten vollständig automatisierten Güterwagen-Transportsystems bei Nutzung bestehender Fahrzeuge und Schineninfrastruktur. Projektstart ist noch im Dezember 2024, erreicht werden soll die vollständige Automatisierung innerhalb von drei Jahren.

Die Automatisierung von Transport- und Rangierleistungen bietet ein enormes Potenzial zur Steigerung der Effizienz im Schienengüterverkehr.

Jonas Tesch, Geschäftsführer der HBB

Hinter dem Automatisierungsprojekt steckt das Ansinnen der HBB, die Transporte häufiger, zuverlässiger und flexibler durchführen zu können und obendrein die Klimabilanz dabei zu verbessern, indem man den Einsatz von Diesellokomotiven reduziert. Das im Projekt eingesetzte Magrail-Booster-System von Nevomo integriert fortschrittliche Linearmotor-Technologie in bestehende Schieneninfrastrukturen. Es ermöglicht so den autonomen, vollautomatischen Betrieb von Güterwagen, ohne dass dafür Loks eingesetzt werden müssen.

Wie funktioniert das Ganze?

Konkret erfolgt die Nachrüstung der bestehenden Eisenbahninfrastruktur durch den aktiven Linearmotor-Stator und die Ausstattung der Eisenbahnwagen mit speziell entwickelten Linearmotor-Movern. Die Wagen bewegen sich autonom, kontrolliert durch das aufgebaute Magnetfeld. Diese Innovation löst wesentliche Herausforderungen in der Schienenlogistik, wie die Steigerung der Produktivität, Effizienz und Betriebskapazität, und unterstützt gleichzeitig die Bemühungen zur Dekarbonisierung. Das gesamte Projekt läuft unter dem Namen „BREMAG – Bremen Magnetic Shuttle“, verfügt über ein Gesamtbudget von rund 6 Millionen Euro und konzentriert sich auf den Transport von Stahlcoils zwischen den Produktionsanlagen.

(ID:50269141)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung