Restrukturierung nach Plan

Gut organisierte Workshops sind Basis einer effizienten Produktionslogistik

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Mitarbeiter konnten ihr Wissen in die Planung einbringen

Grundsätzlich erfolgt die Durchführung der Planung in mehreren Workshops und in enger Zusammenarbeit zwischen dem IPH und den Industriepartnern. Im Rahmen des MFL-Projekts wurde zu diesem Zweck ein Team zusammengestellt, das gemeinsam mit dem IPH die Workshops durchführte, so dass die beteiligten Mitarbeiter ihr spezifisches Fach- und Betriebswissen in die Planung einbringen konnten.

In der Vorbereitungsphase erfolgte zunächst die Projektdefinition auf Basis der abgestimmten Zielsetzung, dabei unter anderem eine bessere Strukturierung des Materialflusses und eine erhöhte Transparenz der Verantwortungsbereiche. In einer umfassenden Fabrikanalyse wurden beispielsweise Informationen über Produktstruktur, Liefer- und Durch-laufzeiten, Materialflussstruktur sowie Arbeitsorganisation aufgenommen und analysiert.

Bildergalerie

Weiterhin sind Daten der Betriebsmittel, darunter die Abmessungen der Maschinen und des Gebäudes, zusammengestellt worden. Die Daten waren teilweise vorhanden und konnten in einem Workshop durch das Projektteam ergänzt werden.

Funktionsfähige Einheiten strukturiert

In der sich anschließenden Strukturierungsphase bestand die Aufgabe in der Gestaltung von technisch und organisatorisch funktionsfähigen Struktureinheiten und deren Beziehungen. Beispiele für Fabrikstrukturen sind die Bildung von funktionsorientierten Einheiten wie Dreherei und Fräserei (Werkstattprinzip), von Fertigungslinien (Fließprinzip) oder auch die produktorientierte Einteilung der Bereiche für „Renner“, „Läufer“ und „Exoten“. Bei MFL wurde eine Werkstattstruktur festgelegt, um so flexibel auf die Anforderungen der verschiedenen Werkstücke und auf unterschiedliche Bearbeitungsfolgen der Produkte reagieren zu können.

In der Layoutgestaltung wurde die entwickelte Struktur räumlich umgesetzt. Die Layoutplanung wurde unterteilt in die Ideal- und die Realplanung und endete mit einem flächenmaßstäblichen Feinlayout. Zur Unterstützung der Layoutplanung bei MFL wurde mit maßstabsgetreuen Papierschablonen gearbeitet (Bild 1 – siehe Bildergalerie).

Diese sind einfach zu erstellen und bieten den großen Vorteil, dass sie durch die Workshopteilnehmer im Layoutentwurf direkt umgeordnet werden können. Damit erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge „greifbar“ zu machen.

Diskussion mit den Mitarbeitern baut Ängste ab

Gleichzeitig können die Vor- und Nachteile der Vorschläge im Projektteam diskutiert werden. Das IPH hat mit dieser Vorgehensweise sehr positive Erfahrungen gesammelt, da die betrieblichen Mitarbeiter hierbei im Gegensatz zu Simulationsmodellen keine Berührungsängste haben.

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