Organisation Gutes Ladungsträgermanagement spart Kosten

Autor / Redakteur: Michael Becker / Volker Unruh

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik belegt: Trotz hoher Potenziale zur Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung ist das Ladungsträgermanagement in vielen Unternehmen nur von geringer Bedeutung. Dabei sind diverse Planungs- und Steuerungsmethoden zur Bestandsreduktion und gleichzeitigen Steigerung der Prozesstransparenz verfügbar.

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Die Wirtschaftskrise hat in den vergangenen 18 Monaten viele produzierende Unternehmen zur Suche nach Stellhebeln zur Kostenreduzierung und Verschlankung von Prozessen veranlasst. Ein für den physischen Materialtransport geradezu existenzieller Bereich wird dabei häufig übersehen: das operative und administrative Management von Ladungsträgern.

Leere Ladungsträger schlecht gemanagt

Während die Welt im Bereich der Vollgutströme meist noch in Ordnung ist, ändert sich die Situation im Leergutabschnitt schlagartig: Lange Durchlaufzeiten, hohe Bestände und mangelnde Transparenz prägen das Bild und sind für die Prozesse in der produzierenden Industrie geradezu symptomatisch. Viele Unternehmen stellen sich daher ähnliche Fragen: Wie lassen sich die Bestände auf ein Minimum reduzieren? Wie kann die Verfügbarkeit von Ladungsträgern (LT) kosteneffizient gewährleistet werden?

Um potenzielle Lösungsansätze für solche Fragestellungen zu finden, führte das Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) von Oktober bis Dezember 2009 eine Online-Umfrage zu diesem Thema durch.

An der Studie nahmen insgesamt 60 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen teil, wobei der Großteil der Unternehmen mit 45% aus der Automotive-Branche und mit 18% aus dem Maschinen- und Anlagenbau stammt. Im Fokus der Untersuchungen standen dabei Groß- und Kleinladungsträger sowie Paletten.

Ladungsträgerkreisläufe sind häufig noch nicht ausgereift

Die Studienergebnisse, die sich in insgesamt vier Kapitel unterteilen, geben daher einen repräsentativen Überblick über die Situation in der produzierenden Industrie und können folgendermaßen zusammengefasst werden:

  • Einem hohen generellen Standardisierungsgrad steht trotzdem eine große Ladungsträger-Vielfalt gegenüber.
  • Strategische Überlegungen zum Ladungsträgermanagement werden nur selten umgesetzt.
  • Planung und Steuerung von Ladungsträger-Kreisläufen sind in vielen Unternehmen noch nicht ausgereift.
  • Die Studienteilnehmer gehen davon aus, dass künftig mehr modulare Ladungträger-Konzepte und exaktere Planungsmethoden genutzt werden.

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