Logistiksoftware Herstellergesteuertes Bestandsmanagement erfordert hohe Integrationsfähigkeit
Beim herstellergesteuerten Bestandsmanagement (Vendor Managed Inventory) mit kooperativ vernetzten Informations- und Warenflüssen erschließen flexible Softwaresysteme ein Optimum an Qualität, Service und Produktivität. Dabei werden Zulieferer stärker in die Prozesse ihrer Auftraggeber mit einbezogen.
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Bestandsreduzierung, Vermeidung von „Out-of-Stock“-Situationen, hohe Lieferqualität – vor dem Hintergrund umfassender Collaboration und zunehmend komplexer Logistik-Netzwerke werden Zulieferbetriebe immer enger in die Prozesse ihrer Auftraggeber einbezogen. Strategien wie das Vendor Managed Inventory (VMI) gewinnen weiter an Bedeutung.
Bei Vendor Managed Inventory überwacht der Zulieferer oder der Logistik-Dienstleister auf Basis fest vereinbarter Regeln das Lager des Kunden beziehungsweise Herstellers selbstständig und hat die Verantwortung für die Verwaltung und Auffüllung von Beständen beim Kunden innerhalb vereinbarter Grenzen. Damit ersetzt VMI andere Dispositionsmethoden wie etwa Kanban oder Lieferabruf (Bild 1).
Tatsächliche Nachfrage löst Versorgungsimpuls aus
Dieses herstellergesteuerte Bestandsmanagement ist inzwischen vielmehr Bestandteil übergreifender Konzepte zur kontinuierlichen Warenversorgung, des so genannten Continuous Replenishment Program (CRP). CRP-Strategien sollen die kontinuierliche Warenversorgung entlang der gesamten logistischen Kette sichern.
Der Impuls für die Nachschubversorgung wird weitgehend von der tatsächlichen Nachfrage beziehungsweise dem prognostizierten Bedarf in Verkauf oder Distribution ausgelöst. Dabei erfolgen die anstehenden Prozesse zunehmend automatisiert.
Grundlage für die Effizienz derart optimierter Beschaffungsprozesse ist ein umfassender Informationsaustausch zwischen den beteiligten Unternehmen. Um den gesamten Bestellprozess automatisch anzustoßen und durchzuführen, hat der Lieferant Zugriff auf alle wesentlichen Daten, wie beispielsweise Lagerbestand, Abverkauf, Fehlmengen oder Absatzprognosen, und kann über Zeitpunkt und Bestellmenge, die an den Abnehmer geliefert wird, selbstständig entscheiden. Resultat: Der Lieferant erhöht den Servicegrad für seinen Kunden, der Kunde senkt seine Material- und Prozesskosten.
VMI erfordert Offenheit und Vertrauen
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