Logistik-IT

Im Biergarten das Lager steuern – Apps machen es möglich

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Privates und Geschäftliches verschmelzen in der mobilen Welt

Bei Volkswagen diskutiert man über die Blackberry-Nutzung und andere stoppen das Pushen von Mails. „Privates und geschäftliches verschmelzen“, weiß Fraunhofer-Mann Geißen. Jeder müsse sich selber die Frage stellen, wie weit lasse ich das zu, so der Wissenschaftler. Berater Wößner sieht das Problem pragmatisch. „Wenn ich dank mobiler Anwendungen abends eine Stunde früher im Biergarten sitze, dann bin ich auch bereit, schnell noch mal eine Maschine freizugeben“, scherzt er.

Die Eckkneipe ist gefährlicher als das Smartphone

Spätestens wenn die Daten auf dem IPhone oder dem Asus-Tablet verloren gehen, bleibt den meisten aber das Lachen im Hals stecken. Die Sicherheit mobiler Anwendungen wird immer wieder kritisiert und hat die Entwicklungen jahrelang auch ausgebremst. „Die Daten sind technisch genauso so sicher wie im Rechenzentrum oder in der Hosentasche“, behauptet der Fachmann Plapp. Das Problem sind die Menschen.

Bildergalerie

Die Sorglosigkeit hält immer mehr Einzug. „Jeder muss sein Nutzerverhalten überprüfen“, mahnt Wößner. Wer im Zug heikle Daten bearbeite oder in der Eckkneipe wenige Meter vom Firmensitz über die Strategie der Firma plaudere, sei selbst schuld. „Wir müssen endlich die Entwicklungen nutzen“, fordert Wößner.

Attraktives Design kombiniert mit effizienter Software ist gefragt

Die mobilen Anwendungen im Logistikalltag sind aber allein durch die Sicherheitsbedenken nicht mehr zu stoppen. Attraktives Design kombiniert mit effizienten Softwarelösungen sind zukünftig gefragt. Der erste Schritt ist die Intralogistik. Im Zweiten werden wohl ganze Supply Chains auf den Smartphones abgebildet und gesteuert werden können. Und das lohnt sich nicht nur für die großen Autobauer, auch wenn diese sich mal wieder als Vorreiter präsentieren, sind sich die IT-Experten einig.

(ID:32276630)