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Logistik-IT Im Biergarten das Lager steuern – Apps machen es möglich

| Redakteur: Robert Weber

Für alles gibt es eine App. Auch für die Logistikwelt? Der B2C-Markt im Smartphonebereich wandelt sich. Mittlerweile bieten Softwarehäuser B2B-Apps für den Alltag im Lager an. Doch lohnen sich die kleinen Programme wirklich und wie steht es mit der Sicherheit der Unternehmensdaten?

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Die Logivations-Entwicklung wird mittlerweile von einem Autobauer in seinem 500.000 m² großen Lager eingesetzt. Zweistellige Produktivitätszuwächse sind das Ergebnis. (Bild: Logivations)
Die Logivations-Entwicklung wird mittlerweile von einem Autobauer in seinem 500.000 m² großen Lager eingesetzt. Zweistellige Produktivitätszuwächse sind das Ergebnis. (Bild: Logivations)

Es ist dunkel, stickig und der Präsentator mit der nasalen Stimme furchtbar öde. Noch 20 Powerpoint-Folien, dann sei er durch, droht er den Anwesenden. Die griffen in der Vergangenheit dann oft zum Kugelschreiber und dem Veranstaltungsblock, um Phantasietiere zu kritzeln. Die Zeiten ändern sich. Seit einigen Jahren greifen genervte Zuhörer in ihre Brust- oder Handtaschen und fangen an zu wischen.

Nicht den Boden, sondern sie wecken mit einer Wischbewegung ihr Smartphone aus dem Standbye-Schlummer. Dann werden E-Mails beantwortet, Sudoku gespielt, oder Familienfotos in der Cloud verwaltet. Apps, kleine Programme für IPhone und Co. versüßen mittlerweile den Alltag. Noch ist die Mehrheit der Applikationen auf den B2C-Bereich ausgelegt. Doch immer mehr B2B-Anbieter drängen in den App-Store. Für alles gibt es eine App, verspricht Apple. Auch für die Logistikwelt?

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Mobile Endgeräte bringen Mehrwert

„Ja“, sagt Tim Geißen vom Fraunhofer IML in Dortmund. Die Wissenschaftler aus dem Revier forschen auch in Sachen mobile Softwareanwendungen im Logistikalltag. „Die Endgeräte sind sehr leistungsfähig, können Barcodes lesen und zukünftig auch RFID-Tags“, erklärt Geißen . Gegenwärtig stehe die Darstellung von Kennzahlen noch im Mittelpunkt der Anwendungen, doch die Dortmunder sind sich sicher, dass in Zukunft auch mobile Warehousing möglich ist. Mit dem Smartphone das Lager zu steuern ist also keine Sciencefiction-Vision mehr.

Rückblende: „In der Vergangenheit war das Thema mobile Anwendungen oft eine diffuse Wolke für die Unternehmen“, bestätigt Jakob Wößner, Manager – Leiter Competence Center Enterprise Data Services bei der Unternehmensberatung MHP - A Porsche Company. Vor allem die Autobauer fragten sich damals, was ist sinnvoll und wo liegt der Mehrwert in mobilen Anwendungen. Mittlerweile sei alles mobil, kritisiert Wößner. Eines stehe aber fest, so der Berater: Mobile Endgeräte bringen Mehrwert. Auch wenn gegenwärtig noch die Darstellung von Kennzahlen im Mittelpunkt stehe.

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