Alles wird teurer
Irankrieg, Ölpreisschock und die Folgen für Logistikverhandlungen

Von Philippe Gillen * 3 min Lesedauer

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Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat den Ölpreis und damit die Energie- und Frachtkosten für die Logistikbranche massiv verteuert. Transportunternehmen fordern deshalb von ihren Kunden Zuschläge und die Anpassung der Konditionen.

Verschärfte geopolitische Risiken und die Wettbewerbsschwäche von Teilen der deutschen Wirtschaft sowie neue Möglichkeiten der KI verlangen von Verhandlern, bei Verhandlungen neue Weg zu gehen(Bild: ©  BuyOutFelix06/peopleimages.com - stock.adobe.com)
Verschärfte geopolitische Risiken und die Wettbewerbsschwäche von Teilen der deutschen Wirtschaft sowie neue Möglichkeiten der KI verlangen von Verhandlern, bei Verhandlungen neue Weg zu gehen
(Bild: © BuyOutFelix06/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Die Kriegshandlungen am Persischen Golf und Roten Meer haben die Kraftstoffpreise und die Frachtraten sprunghaft verteuert, Entspannung ist nicht in Sicht. Infolgedessen haben sich die Interessenkonflikte zwischen Logistikunternehmen und ihren Unternehmenskunden enorm verschärft. In den Verhandlungen geht es um einen Kompromiss zwischen Kostendruck und Versorgungssicherheit. Transparenz wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Kurzfristige Zuschlagsforderungen von Seiten der Transportunternehmen sind längst keine Ausnahme mehr, sondern Ausdruck eines strukturellen Spannungsfelds.

Was Preisgleitklauseln leisten

Ein zentrales Instrument zur Bewältigung von Kostenvolatilität sind Preisgleitklauseln. In der Praxis zeigen sich jedoch deren Grenzen: Die zeitliche Entkopplung zwischen Kostenanstieg und vertraglicher Anpassung erzeugt insbesondere bei margenschwachen Logistikdienstleistern erheblichen Liquiditätsdruck. Denn die sogenannten Dieselfloater oder Fuel-Surcharge-Mechanismen, also in beide Richtungen wirkende Preisgleitklauseln, federn die sprunghaften Kostensteigerungen nur begrenzt und zeitverzögert ab.