Physical AI Die intelligente Lieferkette braucht Daten aus dem Paket
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Lagerprozesse sind automatisiert, Software unterstützt die Disposition und künstliche Intelligenz (KI) optimiert Routen. Sobald eine Sendung das Lager verlässt, wird die Datenlage jedoch dünner. Der Karton selbst meldet nicht, was während des Transports mit der Ware geschieht.
Weltweit bewegen sich jährlich Hunderte Milliarden Pakete durch globale Lieferketten. Im Jahr 2025 waren es etwa 295 Milliarden. Noch immer wird der Großteil der Produkte, selbst die wertvollsten, in Wellpappkartons verschickt, die keinerlei Informationen darüber liefern können, was unterwegs mit ihnen passiert. Wo befindet sich die Sendung? Wurde sie fallen gelassen, geöffnet oder schädlichen Bedingungen ausgesetzt? Das Paket liefert keine Antwort. Gerade bei hochwertigen Produkten entsteht dadurch eine Sicherheitslücke mit hohen finanziellen Schäden.
Diebstahl, Beschädigungen und unsachgemäße Handhabung kosten Unternehmen jedes Jahr Milliarden Euro. Allein die dokumentierten Verluste durch Frachtdiebstahl in den Ländern Deutschland, Polen, Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden beliefen sich im Zeitraum 2024 bis 2025 auf über 860 Millionen Euro. Eine Auswertung von TAPA-EMEA-Daten erfasste 30.543 dieser Vorfälle. Die tatsächlichen Verluste dürften jedoch höher liegen, da für viele der erfassten Vorfälle keine Schadenssumme angegeben wurde. Weltweit zählen Elektronik und Autoteile zu den am häufigsten gestohlenen Güterkategorien. Der Verlust des reinen Warenwertes bildet jedoch nur einen Teil der wirtschaftlichen Belastung ab. Hinzu kommen Kosten für den Ersatz, den erneuten Versand, Versicherungsabwicklung, Kundenservice und interne Bearbeitung. Die Living-Packets-Analyse „The Hidden Cost of High-Value Delivery“ beziffert diese indirekten Kosten auf weitere vier bis sieben Euro je Euro direkten Warenverlust. Bei einer verlorenen Sendung im Wert von 5.000 Euro wären das bis zu 35.000 Euro zusätzlich. Auch das Vertrauen in die Marke leidet.
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